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Tipps in der Krise 2: Überprüfen Sie Ihre Vermögenswerte und schichten Sie um

Tipps in der Krise 2: Überprüfen Sie Ihre Vermögenswerte und schichten Sie um

Die Krise ist kein guter Zeitpunkt für Verkäufe. Egal ob Sie Kunst haben, Oldtimer, Immobilien, Aktienpakete oder Unternehmensbeteiligungen. Damit Sie da nicht unter Druck kommen, ist das Thema Cash so wichtig. Schauen Sie nicht so sehr darauf, was noch am besten steht oder wo die meisten Kursgewinne sind. Viele Aktien sind gar nicht so stark gefallen. In der Regel neigen die Menschen dazu, dort den Gewinn einzufahren und das im Depot zu behalten, was schon sehr tief gefallen ist. Das ist natürlich genau die falsche Haltung. Wichtig ist, dass Sie sich von dem trennen, was in der  Qualität angeschlagen und schlecht ist, falls Sie sich Liquidität beschaffen müssen und die qualitativ hochwertigen Sachen aufheben.

Taschenrechner

Bei genügend Liquidität kann ich nur sagen: egal ob es eine gute Immobilie ist, ein guter Kunstgegenstand oder ein gutes Aktienpaket: bleiben Sie darauf sitzen! Bewahren Sie Ruhe, aber durchforsten Sie mit Ihren Beratern und Experten zusammen Ihr Depot, wie es qualitativ ist. Entscheidend ist nicht der Kurs, ob er 20% steigt oder fällt. Auf dem Höhepunkt von Krisen werden keine realistischen oder repräsentativen Kurse gemacht. Sie wirken schockierend, weil sie auf dem Papier stehen oder im Internet veröffentlicht werden, aber tatsächlich existieren diese Kurse manchmal nur mit geringem Volumen für kurze Zeit. Manchmal nur für eine Stunde und am nächsten Tag ist er schon wieder 30% tiefer oder höher. Entscheidend ist, dass Ihre Assets nicht mit Schulden belastet sind und Sie es einfach durchhalten können.

Damit die Unternehmen die Krise überstehen, müssen es gute Firmen sein. Und das predigen wir im Rahmen unserer langfristigen Orientierung im ME Fonds - Special Values seit Jahr und Tag. Das gilt aktuell für uns alle: Haben wir in unserem Portfolio Unternehmen, die nützliche Dinge herstellen, die wirklich gebraucht werden: Verbrauchsartikel des täglichen Bedarfs (Seifen, Zahnpasta, medizinische Artikel, aber auch Unternehmen die lange Wartungsverträge z.B. von Aufzügen geschlossen haben)? Viele Branchen und Firmen, die bereits geschwächt in die Krise reingegangen sind, stehen eben wackelig da, werden auf Staatshilfen angewiesen sein und andere eben nicht. Von daher sind Unternehmen mit einer übermäßigen Verschuldung jetzt gefährdet. Früher wurde dafür applaudiert, weil die Zinsen für Kredite so niedrig waren. Wir kennen von jeher sehr viele Firmen, die gar keine Schulden oder sogar horrende Cash Überschüsse haben. Aber natürlich fallen auch deren Kurse. Aber das ist eben was ich meine: auf den Kurs kommt es jetzt nicht an, sondern auf die Qualität. Am Ende des Tages ist das Wichtige, dass Sie aus der Krise mit mehr Stückzahlen in Ihrem Depot herausgehen. Die Kurse sind unkalkulierbar, aber wenn Sie mit mehr Stücken rauslaufen und die Welt wieder zum normalen Modus übergeht, werden Sie in einigen Jahren (vielleicht auch schon in kurzer Zeit) vermögender sein als vorher. So unwahrscheinlich wie das auch heute klingen mag.

 

Können Sie Ihr Aktiendepot umschichten?

Wenn Sie genügend Cash haben, dann verkaufen sie. Aber nicht mit dem Ziel, zusätzliches Cash rauszuholen, sondern zum Umschichten. Das Umschichten ist nachher in der Krise das eigentliche Geheimnis und macht den Unterschied, ob Sie mit einem großen Vorsprung aus der Krise herausgehen oder Sie die Verluste schwer angeschlagen jahrelang nicht aufholen. Das Umschichten z.B. in Werte, die Sie immer schon haben wollten aber Ihnen zu teuer waren, oder bei denen Sie es nie geschafft haben, ist wichtig: Rupfen Sie das Unkraut heraus und lassen Sie die Rosen stehen. Verkaufen Sie das, was jetzt schon schlecht und wackelig ist. Der Kursverlust ist wie er ist, aber Sie können die bessere Qualität ja jetzt auch zu besseren Kursen kaufen. Auch wenn der Kurs vielleicht nicht so stark gefallen ist, aber dieser Qualitätsunterschied lohnt sich sehr.

Fazit: In der Krise können Sie im Prinzip nur 2 Dinge zu Fall bringen: Verschuldung bzw. nicht genug Cash und sich von der Angst anstecken zu lassen. Schauen Sie realistisch hin, und spielen Sie Worst-Case-Szenarien durch. Das Cash ist auch deshalb wichtig, falls es zu einer Börsenschließung kommt, was in sich keine schlechte Sache ist. Diese kann man mit einem ordentlichen Cash-Flow gut aussitzen. Wer diesen nicht hat, ist bei einer Börsenschließung schlecht dran.

 

 

Der Autor Dr. Markus Elsässer ist seit 1998 selbstständiger Investor und Fondsberater sowie Gründer der ME-Fonds, die er seit mehr als 18 Jahren betreut. In seinem "Des klugen Investors Handbuch", "Des klugen Investors Podcast"  und auf seinem YouTube-Channel geht er regelmäßig auf Handwerkszeug zum Value-Investing, psychologische Gefahren beim Investieren und wertvolle Tipps zum Vermögensaufbau ein.

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