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Mit Digital Health aus der Krise

Mit Digital Health aus der Krise

Der Gesundheitssektor hat die Corona-Krise an der Börse bisher am besten überstanden, insbesondere Unternehmen im Bereich Digital Health. Gerade hier macht die Pandemie den großen Nachholbedarf sichtbar, aber auch das große Potenzial für Patienten, Ärzte und Anleger.

Digital Health

Die Pandemie beschleunigt die Nachfrage nach Digital Health enorm. Viele Unternehmen aus aller Welt erschließen dieses Potenzial zunehmend, seien es Telemedizin, elektronische Patientenakten, Krankenhaus- und Praxis-IT oder Künstliche Intelligenz in der Medizin. Hier tummeln sich Technologie-Giganten wie Alphabet, Alibaba, Amazon, Apple, Microsoft oder Samsung, aber auch viele kleinere Spezialisten und Pioniere. Die Pandemie wirkt hierbei wie ein Katalysator, denn virtuelle und digitale Anwendungen werden aktuell schneller adaptiert als je zuvor.

Die Grundlage für eine mögliche Outperformance wird jetzt gelegt. Dabei entstehen jetzt neue Gelegenheiten für selektive Käufe. Ein Vorteil ist, dass sich viele Digital-Health-Modelle auf Dienstleistungen für Unternehmen und Institutionen konzentrieren (business-to-business). Große Teile der Umsätze sind dabei wiederkehrend, das Risiko ist also begrenzt. Neue Vertragsabschlüsse sind im aktuellen Umfeld noch schwierig. Doch in jedem Fall ist mit steigenden Investitionen zu rechnen, denn die Systemrelevanz von Gesundheit ist sehr deutlich geworden.

 

Drei Beispiele, warum Digital Health künftig wichtiger wird – nicht nur bei Pandemien.

Künstliche Intelligenz (KI): Aktuell richtet sich die öffentliche Wahrnehmung vor allem auf die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19. Das erfordert Studien mit riesigen Datenmengen. Der Einsatz von KI kann deren Auswertung künftig stark verbessern und beschleunigen. Auch bei der Früherkennung und Steuerung von Pandemien, zum Beispiel über Tracing-Apps, kann KI eine sehr hilfreiche Rolle spielen. 

Telemedizin: Sie ist derzeit gefragt wie nie. Auch vor Covid-19 haben verschiedene Studien gezeigt: Etwa zwei Drittel aller Erstkonsultationen wären ohne physische Anwesenheit eines Arztes möglich (oder gar nicht notwendig). Telemedizin soll Ärzte nicht ersetzen, sondern die Arzt-Patienten-Kommunikation digital ermöglichen. Die Herausforderung für die Anbieter ist dabei vor allem die Optimierung der Prozesse im Hintergrund. Die entsprechenden Algorithmen müssen Ärzte, Patienten, Abrechnungsdienstleister und Versicherungen optimal zusammenführen.

Gesundheitsmanagement: Wenn die Daten und Prozesse in den Kliniken, Praxen, Laboren und Gesundheitsämtern vollständig digitalisiert sind, wird auch die Diagnostik und Behandlung sehr viel effizienter, besser und schneller. Hier dürfte die Pandemie den Wandel ebenfalls beschleunigen. 

 

Welchen Digital-Health-Unternehmen die Corona-Krise zugutekommt 

Wir setzen aktuell verstärkt auf Unternehmen, deren Geschäftsmodelle relativ stabil sind (hoher Anteil wiederkehrender Umsätze) oder die für die Herausforderungen der Corona-Pandemie besonders zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen anbieten. Im Bereich Telemedizin gehören dazu beispielsweise Teladoc (USA), der weltweit größte Anbieter von Telemedizin in rund 130 Ländern und 30 Sprachen, und Ping An Healthcare and Technology (China), eine Plattform für Telemedizin, Gesundheitsakten, Terminverwaltung und Medikationsmanagement. Ein anderes Beispiel ist das Unternehmen Vocera (USA), das kabellose, stimmengesteuerte Kommunikationslösungen für Krankenhäuser und Praxen entwickelt. Es ermöglicht damit eine ansteckungsarme Kommunikation. Zum breiten Portfolio unserer Gesundheits-Investments gehört auch CompuGroup Medical (Deutschland), der europaweit größte Anbieter von Praxismanagement-Software. Hier sind mehr als 60% der Umsätze vertraglich gesichert und wiederkehrend, was für eine relativ hohe finanzielle Stabilität sorgt.

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