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Kapitalmarktforschung - Juni 2020

Kapitalmarktforschung - Juni 2020

  • Die Corona-Krise setzt weiterhin Maßstäbe: übertrafen die Kursverluste im März im Hinblick auf die Geschwindigkeit der Kursrückgänge alle historischen Krisen der letzten 120 Jahre, verläuft auch die Erholung mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit.

Juni2020

  • Seit den Tiefständen Mitte März legte bspw. der S&P 500 knapp 37% zu. Damit befinden wir uns aktuell in einer der performance-stärksten 50-Tagesperioden seit dem Jahr 1900. Lediglich in den Jahren 2009, 1982 und um 1933 wurden im US-Aktienmarkt vergleichbar rasante Kursanstiege beobachtet.

Juni2020

  • Auch wenn das Korrekturpotential im US-Markt nach einem Kurs- und Bewertungsanstieg von 37% deutlich gestiegen ist, sagt allein der Kursanstieg wenig über die kurz- bis mittelfristigen Marktaussichten aus: so folgten auf die Jahre 1982 und 2009 weiter überdurchschnittliche Kurszuwächse während auf die Kursanstiege in den 30er Jahren Rückschläge folgten.
  • Die Corona-Krise lehrt Investoren wieder einmal Demut. Wer hätte sich vor einem Jahr ein Szenario vorstellen können, in dem die Arbeitslosigkeit in den USA in wenigen Wochen von 4% auf 15% steigt, die Zinsen von 2,5% auf 0% fallen, der Ölpreis 70% einbricht, die Volatilitätsindices historische Extremwerte erreichen, Wirtschaftseinbrüche erwartet werden, die an die 30er Jahre erinnern und der S&P 500 auf Jahressicht gerade einmal 5% abgibt?
  • Als Folge lohnt es sich, die fundamentale Bewertung der Aktienmärkte anzusehen. Denn Märkte können sich nur kurz- bis mittelfristig deutlich von ihren fundamentalen Werten abkoppeln, nicht jedoch dauerhaft.

 

Update zur weltweiten Aktienmarktbewertung

  • Die Mehrzahl der Aktienmärkte bleibt auch nach den jüngsten Kursanstiegen attraktiv bewertet, insbes. in Europa und in den Emerging Markets zeigen sich vielerorts signifikante Unterbewertungen.
  • Gemessen am Shiller-CAPE notieren aktuell 28 von 40 Aktienmärkten unterhalb der langfristigen Durchschnittsbewertungen von 18,3. Anhand des Kurs-Buchwert-Verhältnisses handeln sogar 31 von 40 Aktienmärkten unterhalb ihres fairen Wertes.
  • Regionen-Ranking nach Shiller-CAPE:
    • Osteuropa: 8,0
    • Emerging Markets: 13,7
    • Asien (EM): 14,4
    • Amerika (EM): 15,5
    • Deutschland: 15,9
    • Europa (DM): 16,2
    • Langfristiger Durchschnitt: 18,3
    • Welt: 21,3
    • Entwickelte Märkte: 22,6
    • USA: 28,3

 

  • Ranking der günstigsten größten etablierten Länder nach:

Juni2020

Interaktive Karte: Aktienmarktbewertungen

 

Update zu den Renditeerwartungen auf Basis von CAPE und KBV

  • Welche Aktienmarktrenditen können Anleger Basis der fundamentalen Bewertung über langfristige Zeiträume von über 10 Jahren erwarten (real)?
    • Weltaktienmarkt: 6,1% p.a.
    • Europa: 7,8% p.a.
    • USA: 3,2% p.a.
    • Emerging Markets: 8,6% p.a.

 

  • Etablierte Länder mit höchsten Renditeerwartungen: Singapur (11,4%), Österreich (11,2%), Südkorea (10,9%)
  • Etablierte Länder mit niedrigsten Renditeerwartungen: Dänemark (2,5%), USA (3,2%), Schweiz (4,6%)

Details: Aktienmarktpotential

 

Wichtiger Hinweis: Diese Analysen stellen für MiFID-relevante Wertpapierfirmen (z.B. Vermögensverwalter) eine Zuwendung dar. Wir führen Sie als nicht MiFID-relevanten Empfänger und können Ihnen diese Analysen deshalb weiterhin in gewohnter Weise kostenlos zur Verfügung stellen. Ohne Ihr Feedback gehen wir davon aus, dass wir Sie korrekt klassifiziert haben.

Sollten Sie Rückfragen haben oder weitere Informationen benötigen, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden.

 

Viele Grüße

Norbert Keimling & Dr. Nora Imkeller

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