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Jung, gebildet, reich? (Teil 1)

Jung, gebildet, reich? (Teil 1) Altersversorgung – Weichenstellung am Berufsanfang

Die meisten Arbeitnehmer laufen auf eine Versorgungslücke im Alter zu und schuld daran ist nicht Frau Merkel. Das Versäumnis liegt im falschen Ausgabeverhalten. Für junge Menschen, die am Anfang ihrer Berufslaufbahn stehen, gibt es einen guten Lösungsansatz.


Finanzielle Unabhängigkeit im Alter ist nur durch eine langfristig angelegte Strategie des Sparverhaltens erreichbar. Das systematische Sparen bildet die Basis für spätere Kapitalanlagen. Das Wort „Sparen“ klingt etwas altmodisch und ist bei vielen Menschen derzeit nicht populär. Aber ohne das schlichte, „weniger ausgeben, als man einnimmt“, wird es mit der Altersversorgung nichts.

Danni

Wie geht man dieses Thema am besten an? Was sollte man jungen Menschen empfehlen? Da fällt mir ein einfaches, aber wirksames Sparmodell aus meiner Vergangenheit ein:

Als ich in den achtziger Jahren meine Berufslaufbahn bei Dow Chemical begann, hatten wir die Möglichkeit 10 % unseres Bruttolohns in Firmenaktien anzulegen. Das Schöne an dem Modell war, dass diese 10 % des Bruttolohns jeden Monat von vornherein in der Gehaltsabrechnung einbehalten wurden. Man bekam diesen Sparbetrag also erst gar nicht in die Hand. Es war so, als wenn das monatliche Gehalt um 10 % gekürzt worden wäre.


Der Automatismus dieses Sparmodells ist der Dreh- und Angelpunkt. Die Systematik, sein Konsum- und Ausgabeverhalten vom ersten Job an auf ein um 10 % Punkte verringertes Gehalt abzustellen, ist eine gute Weichenstellung. Bei jeder Gehaltsverbesserung wird entsprechend der Abzugs-Sparbetrag angehoben: Immer 10 % vom Bruttogehalt.     


Ob der Arbeitgeber die monatlichen Beträge einbehält oder ob man mittels eines Dauerauftrages sich selbst organisiert, ist letztlich gleich. Wer ohne Unterbrechung, Monat für Monat, winters wie sommers, über Jahrzehnte dieses Sparmodell anwendet, ohne hin und her, der wird eines Tages staunen. Ohne je eine Einschränkung in seinem Leben gespürt zu haben, wächst dem Arbeitnehmer da ein beachtliches Vermögen zu.


Fazit: Am Anfang von klugen Kapitalanlagen steht das Sparen. Die Weichenstellung für eine lebenslange Sparsystematik früh zu finden, lohnt sich. Der Ansatz „10 % vom Bruttomodell“ ist ein schmerzfreier Einstieg.


Der Autor Dr. Markus Elsässer ist seit 1998 selbstständiger Investor und Fondsberater sowie Gründer der ME-Fonds, die er seit mehr als 16 Jahren betreut.


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