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Fjord1 – Letzter Schachzug des Großaktionärs

Fjord1 – Letzter Schachzug des Großaktionärs

Mit einer Gewichtung von mehr als 7% ist Fjord1 die zweitgrößte Position in unserem Fonds Paladin ONE. In den vergangenen Monaten berichteten wir mehrmals über Veränderungen im Aktionärskreis des Fährbetreibers aus Norwegen. Zuletzt im Januar dieses Jahres, als sich nach einem neuerlichen Kaufangebot an die freien Aktionäre zwei große Investorengruppen formiert hatten.

Hafen

Letzter Schachzug des Großaktionärs

Auf der einen Seite steht die Familie Saevik, seit mehreren Jahren Mehrheitsgesellschafter über die Familienholding HAVILAFJORD. Gemeinsam mit dem US-Finanzinvestor Vision Ridge baute die Familie ihren Anteil zuletzt auf annährend 70% aus. Ihnen gegenüber steht Frederik Mohn, Sohn des Milliardärs Trond Mohn. Er sammelte rund 18% der ausstehenden Aktien ein. Dadurch verdichtete sich in den vergangenen 6 Monaten der Streubesitz der Aktie massiv. Lag er ursprünglich bei mehr als 40% ist er nun extrem ausgedünnt.

Der Familie Saevik gelang jetzt, zusammen mit Vision Ridge, der entscheidende Schachzug: sie erwarben das Aktienpaket Frederik Mohn. Der Preis pro Aktie betrug 47,50 NOK und lag damit knapp 16% über dem Schlusskurs am Tag vor der Meldung. Gleichzeitig kündigte man an, auch den verbleibenden Aktionären ein Kaufangebot für 47,50 NOK unterbreiten zu wollen. Hierfür muss jedoch die Finanzierung noch strukturiert werden (was unserer Einschätzung nach zwei bis drei Monate dauern könnte).

Wir sehen die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir möchten nicht verhehlen, dass es in diesem anspruchsvollen Börsenjahr komfortabel ist, bei Fjord1 einen Übernahmepreis in Aussicht zu haben, der 30% über dem Schlusskurs des Jahres 2019 steht. Gleichzeitig kommt die Offerte zu einem Zeitpunkt, an dem bei Fjord1 – nach einer Phase hoher Investitionen – gerade die Ernte beginnen sollte. Hohe Cashflows sind greifbar, die eine schnelle Rückführung von Verbindlichkeiten und Dividendenzahlungen über die kommenden Jahre zulassen sollten. Durch die fundamentale Brille betrachtet, wären aus unserer Sicht insofern deutlich höhere Kurse als 47,50 NOK zu rechtfertigen gewesen.

Das Angebot nicht anzunehmen und beteiligt zu bleiben, ist gleichwohl leider keine Option. Denn mit unserer Beteiligung würden wir lediglich am Rockzipfel der Großaktionäre hängen und wir zählen ganz sicher nicht zu den Experten, wenn es um gesellschaftliche Minderheitenrechte in Norwegen geht. Obendrein handelt es sich um eine Aktie, deren Börsenhandel absehbar austrocknen wird. Deshalb werden wir das Angebot an die verbliebenen Aktionäre annehmen.

Bis es soweit ist, hat sich der Charakter unseres Engagements grundlegend verschoben. Aus einem klassischen Value-Investment ist über Nacht eine Sondersituation geworden. Unsere Fjord1-Position mit einer Gewichtung von 7% ist damit unmittelbar frei von Marktrisiken.

Der Kurssprung bei Fjord1 ist auch in der Gesamtperformance des Paladin ONE spürbar. Und mit ein Grund dafür, dass unser Fonds inmitten dieser herausfordernden Börsenphase ein neues Allzeithoch markieren konnte.

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