Fjord1 | Bookbuilding – einmal anders herum

Fjord1 | Bookbuilding – einmal anders herum

„Heute nach Börsenschluss kommt eine Transaktion.“ Wir kennen Ankündigungen dieser Art nur zu gut. Broker wollen auf diese Weise sicherstellen, dass Investoren nach Börsenschluss ihren eMail-Eingang im Blick behalten.

In der Regel folgt dann ein sogenanntes accelerated bookbuilding-Verfahren. Im Zuge dessen wird normalerweise eine fühlbare Beteiligung an einer börsennotierten Gesellschaft zum Kauf angeboten. Interessierte Investoren können Gebote abgeben. Die begleitenden Banken ermitteln dann den Preis, zu dem die zum Verkauf stehende Stückzahl vollständig gehandelt werden kann. Diese Transaktionen beginnen regelmäßig am frühen Abend und sind am kommenden Tag vor Börseneröffnung abgeschlossen. Der Verkäufer hat dadurch den Vorteil, eine relativ große Beteiligung auf einen Schlag verkaufen zu können. Die Käufer hingegen erhalten die Aktie in der Regel mit einem kleinen Abschlag zum letzten Börsenkurs.

Kürzlich wurde nun ein solches accelerated bookbuilding-Verfahren bei unserer Portfolio-Position Fjord1 angekündigt – und bei dieser Nachricht mussten wir in der Tat gleich zweimal hinschauen. Selbst nach 20 Jahren an der Börse war der Inhalt ein Novum für uns. Denn bei diesem Verfahren ging es nicht darum, dass ein größerer Investor v e r k a u f e n wollte. Vielmehr wollte ein Interessent eine Beteiligung von bis zu 5% am Unternehmen k a u f e n.

Innerhalb weniger Stunden war das Verfahren beendet. Über 3 Mio. Fjord1-Aktien wechselten im Zuge dieser Transaktion den Besitzer. Und dem Käufer war dies einen Preisaufschlag von 14% gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie wert. So etwas tut nur einer, der von seiner Entscheidung wahrlich überzeugt ist. Gerüchteweise handelt es sich um einen Fondsmanager aus den USA, einen ehemaligen Weggefährten von Seth Klarman. Wir verfolgen nun mit Spannung, ob der Appetit an Fjord1-Aktien damit gestillt ist oder ob im Aktionärsregister weitere Käufe dieser Adresse zu beobachten sind.

Von der operativen Seite noch erwähnenswert: Fjord1 hat sich in einer Ausschreibung jüngst gegen die Wettbewerber Norled als auch Torghattan durchgesetzt und einen Vertrag für die Strecke Halsa – Kanestraum gewonnen. Laufzeit 2021 bis 2030, etwa 123 Mio. NOK Umsatz pro Jahr, geschätzt 40% EBITDA-Marge. Zum Einsatz kommen drei elektrische Fähren. Eine neue und zwei auf elektrischen Antrieb umgerüstete Schiffe. Hierfür wird Fjord1 rund 350 Mio. NOK investieren.

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