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Erfolg ist immer machbar

Erfolg ist immer machbar

Heute sprechen wir über Ihre Erfolgspotenziale, beruflichen Perspektiven und Visionen. Ich stelle immer wieder fest, dass viele zu früh die Flinte ins Korn werfen. Dabei gibt es verschiedene Wege und Mittel, das Ganze erfolgreich zu gestalten. Wir beginnen mit einem Beispiel, bei dem jemand seinen eigenen Weg gegangen ist. Sie werden sehen, dass man einfach nur mutig sein muss:

Laufender Mann

Der schwedische Unternehmer Bertil Hult kam aus einer gut bürgerlichen Familie. Eins Tages überraschte er seine Eltern mit der Aussage, er wolle sein Studium abbrechen, um Feriencamps für Kinder zu organisieren. Diese sollten hauptsächlich im Ausland stattfinden, um Jugendlichen besser und einfacher Sprachen beizubringen. Er nannte das EF-Reisen. EF stand zunächst für Europeiska Ferieskolan (Europäische Ferienschule), mittlerweile umgewandelt in Education First AG. Er startete mit einem Camp in Südfrankreich und betrieb es immer weiter. Heute beschäftigt der EF-Reisekonzern über 40.000 Mitarbeiter und macht über 2 Mrd. Schweizer Franken Umsatz. Zudem ist das Unternehmen unverändert im Familienbesitz.

Sie sehen daran: Es lohnt sich, anders zu denken, bevor man standardisierte Wege einschlägt, die vor einem schon hundert Andere gegangen sind. Man braucht einfach den Mut, es in die Hand zu nehmen – Was soll denn schon passieren? Warum soll man es nicht probieren? Das ist besonders bei jungen Menschen angesagt, die keinen familiären Ballast mit sich tragen und keine fixen Kosten haben. Das gleiche gilt für ältere Personen, die keine großen Risiken mehr haben, das Haus abbezahlt ist und deren Kinder aus dem Haus sind. Natürlich können die Ersparnisse danach weg sein, aber mehr auch nicht. Sie haben keine zusätzlichen Schulden. Wenn Sie sich entsprechend vorbereiten ist es den Versuch immer wert. Denken sie an die Erfolgsgeschichte des EF-Konzerns, der auf unkonventionellem Wege Großes erreicht hat. Ich will Ihnen Mut machen. Egal ob Sie schon berufstätig sind. Aus einer guten Idee kann immer etwas Erfolgreiches entstehen.

In meinem Fall bekam ich durch ein Praktikum während meines Studiums den ersten Job. Eines Tages sagten sie zu mir: ,,Wenn du fertig bist, dann kommst du gerne zu uns.“ Ich war so leichtfertig und hab mich nirgendwo anders beworben. Ich habe den Job angenommen, ohne vorher den Markt abzuchecken. Das ist der normale Gang der Dinge. Interessant wird es dann, wenn man einen Branchendurchblick bekommt, Erfahrungen sammelt und Netzwerke aufbaut. Dann entscheidet sich, ob man den normalen Weg weitergeht und damit unter Umständen unglücklich ist.

Generell sind die Dinge, die man für selbstverständlich hält, am Anfang gar nicht selbstverständlich gewesen. Nehmen wir als Beispiel den Ferrero-Konzern. Der Gründer Michele Ferrero war jemand, der sich klar definierte - ,,Wer außergewöhnliches erreichen will, muss ungewöhnliches tun.“ Diesen Spruch sollten Sie sich merken! Doch was hat Ferrero anders gemacht? Ferrero wagte es als Erster in der Pralinen-Branche, eine ganze Packung Pralinen nur mit einer Sorte zu befüllen - Mon Cherie. Zuvor gab es immer nur Pralinen-Packungen mit mehreren verschiedenen Sorten. Dieses Beispiel ist nur eines von vielen dieses Unternehmens. Diesem Mann ist der Erfolg nicht einfach zugeflogen. Er ist das Resultat aus tiefer Branchenanalyse und einer energisch-kreativen Mentalität. Es lassen sich viele andere Beispiele nennen, bei denen der Erfolg erst nach vielen Erfahrungen und Rückschlägen kam.

Der vor kurzem verstorbene Udo Jürgen quälte sich Jahre lang ohne großen Durchbruch mit Songs anderer Komponisten durch die Branche. Als er einen neuen Manager bekam sagt dieser zu ihm: ,,Ich nehme dich als Agent auf, aber nur, wenn du deine selbst-komponierten Lieder singst und nur mit denen auftrittst.“ Dieser Schritt hat ihm den großen Durchbruch verschafft, aber eben auch viel Schweiß und Tränen gekostet. Hier wieder entscheidend - das konsequente Handeln! So auch bei Charles Schwaab, einem der führenden Online-Broker für Aktien. Der Gründer Charles Schwaab führte als Pionier im Jahr 2019 das An- und Verkaufen von Aktien ohne Gebühren ein. Diese Maßnahme wirkt als geniale Marketing-Waffe. Er revolutionierte somit das Verhalten in Amerika und auch in anderen Märkten wird es sicher bald Anschluss finden.

Gehen wir in die Getränkeindustrie. Die in Rheinland-Pfalz ansässige Familienfirma Eckes Getränke – bekannt durch die Marken hohes C oder Granini - hatte nach dem 2. Weltkrieg noch Liköre angeboten. Das war äußerst erfolgreich, da während des Wirtschaftswunders nach dem 2. Weltkrieg viel gefeiert wurde. Doch die Firma Eckes blickte auch nach vorne und wusste, dass diese unbeschwerte Zeit irgendwann ihr Ende finden würde. Im rechten Moment verkauften sie ihren gesamten Alkohol an einen englischen Konzern. Sie setzten stattdessen auf die kleine Marke hohes C. So sind sie Europas größter Saft-Produzent geworden. Ein wunderbares Beispiel, bei dem jemand gegen die Familientradition handelte, um den Erfolg des Unternehmens zu sichern.

Ich habe auch noch ein persönliches Beispiel aus meiner Zeit in Sydney. Ich war in dieser Zeit mit dem Sohn der Familie Gardell befreundet. Dessen Vater, John Gardell, war ein großer Unternehmer und ist noch heute einer der reichsten Australier. Doch wie ist er so reich geworden? Nachdem er zusammen mit seinem Schwager den Textil-Einzelhandel seiner Eltern übernommen hatte, gab es Mitte der 80iger eine schwere Immobilienkrise in Australien. Zu dieser Zeit stand das größte Shopping-Center außerhalb Melbournes für 30 Millionen Australische Dollar zum Verkauf. Er ließ sich von seinem Schwager auszahlen und erhielt tatsächlich den Zuschlag für das Shopping-Center. Die Immobilienkrise verschwand und mit den richtigen Entscheidungen und eisernem Willen schaffte er es zum Erfolg. Zeitweilig war er der größte Betreiber von Shopping-Centern südlich des Äquators. Das Leben dieses Mannes hätte auch anders verlaufen können, jedoch gilt einmal mehr: Wer außergewöhnliches erreichen will, muss ungewöhnliches tun.

 

Diese Beispiele sollen für Sie Anregungen und Mutmacher sein! Jeder von Ihnen hat die Möglichkeit, etwa mal auf die andere Seite zu wechseln. Wenn Sie Einkäufer bei einer großen Firma sind, wechseln Sie zu einem Lieferanten und werden Sie Verkäufer. Vielleicht entdecken Sie dabei Ihr großes Talent. Sie wissen, wie die Einkäufer ticken und können das zu Ihrem Vorteil nutzen. Analysieren Sie Ihre Situation, wenn Sie zum Beispiel selbstständig sind, von zu vielen Kunden erdrückt werden und mit der Organisation nicht nachkommen. Vielleicht stellen Sie fest, dass Sie 80% Ihres Umsatzes mit fünf Kunden machen und mit den restlichen 100 Kunden nur 20%. Übertragen Sie das Kleingeschäft jemand anderem oder schränken Sie Ihre Kundenaufnahme ein. Investieren Sie Ihre Zeit. Gehen Sie in Regionen, in denen wirtschaftlich nicht viel los ist und werben Sie z.B. mit Flugzettelaktionen für Ihre Dienstleistungen. Nehmen Sie weite Entfernungen in Kauf, um in anderen Regionen z.B. von besseren Preisen zu profitieren. Ich bin sicher, jeder von Ihnen wird in seiner individuellen Situation durch tiefes Nachdenken Möglichkeiten finden.

Wenn Sie sich selbst überwinden, auch Niederlagen verkraften und sich nicht verunsichern lassen, werden Sie am Ende Erfolg haben und sich dabei großartig fühlen. Wenn man dabei ein anständiger Mensch bleibt, ist das umso besser. Sie können anderen Menschen helfen - Ihre Stärke und Ihren Erfolg teilen. Ich weiß, auf welcher Seite ich mich wohler fühlen würde.

 

Der Autor Dr. Markus Elsässer ist seit 1998 selbstständiger Investor und Fondsberater sowie Gründer der ME-Fonds, die er seit mehr als 17 Jahren betreut. In seinem "Des klugen Investors Handbuch", "Des klugen Investors Podcast" und auf seinem YouTube-Channel geht er regelmäßig auf Handwerkszeug zum Value-Investing, psychologische Gefahren beim Investieren und wertvolle Tipps zum Vermögensaufbau ein. Dieser Artikel ist in Anlehnung an Episode 14 des Podcasts entstanden.

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