Dr. Ernst Konrad

Dr. Ernst Konrad

Vita

  • Studium & Promotion der Volkswirtschaftslehre in Deutschland
  • 1994 – 1996: Portfoliomanager, HypoVereinsbank
  • 1996 – 2002: Fondsmanager, Pioneer Investments
  • 2002 – 2004: Fondsmanager, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers
  • 2005 – 2008: Leiter Aktienfondsmanagement, BayernInvest
  • Seit 2009: Geschäftsführer und Fondsmanager, Eyb & Wallwitz

Tätigkeitsschwerpunkte

Seit 2009 ist Dr. Ernst Konrad zweiter Geschäftsführer bei Eyb & Wallwitz. In den Jahren 2005 bis 2008 leitete er den Aktienbereich der BayernInvest und war darüber hinaus für die Asset-Allocation des gesamten Hauses zuständig. Die BayernInvest zählte damals mit einem verwalteten Volumen von rund 22 Milliarden Euro zu den großen deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaften. Zuvor war Dr. Konrad als Fondsmanager bei Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, Pioneer Investments und der Hypovereinsbank tätig. Dr. Ernst Konrad ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen in den Bereichen Volkswirtschaft, Kapitalmarkt und Portfoliomanagement, u.a. in der Zeitschrift „Financial Markets and Portfolio Management“. Sein Volkswirtschaftsstudium hat er an der LMU München absolviert und wurde dort mit einer Dissertation über Industrieökonomie promoviert.

Berufserfahrungsjahre: 22

Im Fokus

Dr. Konrad, Sie sind seit 2009 Gesellschafter der Eyb & Wallwitz und Fondsmanager der Phaidros Funds. Welche Werte vertreten Sie mit der Gesellschaft und den Fonds
Wer sich für ein Investment entscheidet, muss eine Wahl treffen – zwischen der günstigen und der scheinbar günstigen Gelegenheit, zwischen dem Preis und dem Wert einer Investition, zwischen modischen Trends und nachhaltigen Geschäftsmodellen. Das erfordert langjährige Erfahrung, fundiertes Wissen, ständige Lernbereitschaft, erhebliche Ressourcen und einen Prozess, der dies zusammenbringt. Aber: Neben aller Technik zählt auch das Gespür für die passenden Momente – denn diese sind selten und flüchtig

Welchen Ansatz verfolgen Sie mit den Teilfonds Phaidros Funds - Fallen Angels?
Dabei investieren wir in Unternehmensanleihen von Emittenten, die ursprünglich aus dem Investmentgrade-Segment kommen und auf „BB+“ herabgestuft wurden. Weil Herabstufungen negative Entwicklungen signalisieren, könnten Fallen Angels nach signifikantem Kursrückgang eine aussichtsreiche Investmentalternative bieten. Für Investoren, die bestimmte Anleihenarten aus regulatorischen Gründen nicht halten dürfen, entsteht durch die Kredit-Rating Herabstufung Verkaufsdruck. Das wiederum bietet günstige Gelegenheiten, diese Papiere mit einem deutlichen Preisabschlag zu ihrem intrinsischen Wert zu kaufen.

Gibt es einen Titel in Ihrem Portfolio, mit dem Sie eine besondere Geschichte verbinden?
Nein, man sollte in seine Titel nicht „verliebt“ sein, ansonsten fehlt die kritische Distanz, die man braucht um Fehlentscheidungen zügig zu korrigieren.

Wie sondieren Sie Titel, die Sie im Fokus haben – gibt es hier einen bewährten Prozess?
„Fallen Angel“ ist nur ein Fachbegriff und kein Qualitätsmerkmal. Ein aktives Management in diesem Anleihesegment halten wir für sehr wichtig. Unter den Engeln sind auch Teufel. Und die gilt es zu meiden. Beispiel Portugal Telecom: Das Unternehmen wurde 2012 in den Non-Investmentgrade-Bereich herabgestuft. Jetzt hat die brasilianische Muttergesellschaft Oi Insolvenz gemeldet. Wir haben die Schieflage erkannt und die Anleihe im Vorfeld verkauft. Unsere aktive Portfoliostrategie setzen wir seit drei Jahren im Phaidros Funds Fallen Angels um. Dieser ist unseres Wissens nach wie vor der einzige aktiv gemanagte Fonds in Deutschland, der ausschließlich auf dieses aussichtsreiche Anleihesegment setzt. Das Anlageuniversum orientiert sich an den rund 150 Anleihen des Bank of America Merrill Lynch Euro Fallen Angel High Yield Bonds Index, die ein Emissionsvolumen von etwa 100 Milliarden Euro aufweisen. Das mit Abstand wichtigste Auswahlkriterium ist die Überlebens- und Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. Zudem schauen wir auf verschiedene Kennzahlen wie die Gewinnentwicklung, die Liquiditätssituation, aber auch darauf, wie das Unternehmen bislang mit Krisen umgegangen ist. Wenn wir von einem Titel nicht überzeugt sind, kaufen wir auch nicht.