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Der Fall Wirecard zeigt Schwächen des Dax-Konzepts auf

Der Fall Wirecard zeigt Schwächen des Dax-Konzepts auf

Praktisch täglich werden neue Facetten im Drama um Wirecard entdeckt. Nachdem das Dax-Mitglied die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019 mehrmals verschieben musste, kam nun das schockierende Eingeständnis, dass die bisher als Aktivposten in der Bilanz auf Treuhandkonten bei asiatischen Banken ausgewiesenen 1,9 Milliarden Euro offenbar überhaupt nicht existieren. Damit sind die vorläufigen Geschäftsergebnisse für 2019 wohl nur Schall und Rauch. Entsprechend befindet sich die Wirecard-Aktie im freien Fall, wobei allein in den vergangenen drei Handelstagen rund 85% des Börsenwertes in Luft aufgelöst wurden. Praktisch täglich werden neue Facetten im Drama um Wirecard entdeckt. Nachdem das Dax-Mitglied die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2019 mehrmals verschieben musste, kam nun das schockierende Eingeständnis, dass die bisher als Aktivposten in der Bilanz auf Treuhandkonten bei asiatischen Banken ausgewiesenen 1,9 Milliarden Euro offenbar überhaupt nicht existieren. Damit sind die vorläufigen Geschäftsergebnisse für 2019 wohl nur Schall und Rauch. Entsprechend befindet sich die Wirecard-Aktie im freien Fall, wobei allein in den vergangenen drei Handelstagen rund 85% des Börsenwertes in Luft aufgelöst wurden.

Fallende Prozente

Dennoch: Trotz dieses massiven Kursabsturzes, des fehlenden Testats für den Jahresabschluss und der himmelschreienden Ungereimtheiten um die Existenz bzw. den Verbleib der 1,9 Milliarden Euro bleibt Wirecard – zumindest vorläufig – weiterhin im Dax. Denn der jüngste außerordentliche Termin für die Anwendung der Fast-Exit-Regel Anfang Juni ist bereits verstrichen, der nächste (ordentliche) Anpassungstermin findet erst im September statt. Damit tritt durch den Fall Wirecard eine wesentliche Schwäche in der Dax-Konzeption deutlich zu Tage. Konkret:

Sowohl für die Aufnahme als auch für das Ausscheiden geben laut Dax-Regelwerk ausschließlich die Streubesitz-Marktkapitalisierung und der Börsenhandelsumsatz den Ausschlag. Als Ausnahmen für ein Abweichen von den Quartalsterminen sind nur drei Fälle vorgesehen: die Insolvenz, die Übernahme durch ein anderes Unternehmen und das Sinken des Streubesitzes unter zehn Prozent. Verschwundene Milliarden, ein fehlender Jahresabschluss und ein 85%-Kursabsturz binnen drei Tagen zählen nicht dazu. Das heißt:

Die Konstruktion des Dax führt dazu, dass Wirecard dem Index wahrscheinlich noch monatelang als Ballast erhalten bleibt. Dabei entpuppen sich rund ein Drittel der Dax-Mitglieder als langfristige Kapitalvernichter. So z.B. RWE und E.ON, die seit dem Jahrtausendwechsel 20% bzw. 29% an Wert verloren haben. Daimler notiert heute rund 53% tiefer als Ende 1999 und bei der Deutschen Telekom und der Deutschen Bank beträgt das Minus sogar 78% bzw. 87%. Doch es gibt bessere Alternativen zu Indizes wie Dax & Co:

Beim BCDI-Indexkonzept erfolgt die Aktienauswahl ausschließlich nach Qualitätskriterien. So umfasst der boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) zehn europäische Top-Champions, die sich durch solide Geschäftsmodelle, starke Marken und dadurch dauerhafte Wettbewerbsvorteile auszeichnen. An der Börse resultieren daraus eine hohe Gewinn-Konstanz, unterdurchschnittliche Rückschläge in Börsenschwächephasen und eine langfristige Outperformance.

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