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Wird der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft gebremst?

Wird der Wandel zu einer nachhaltigen Wirtschaft gebremst?

Sven Kuhlbrodt gibt in unserem Interview Antworten zum aktuellen Ukraine-Konflikt und den resultierenden Anpassungen im Fondsmanagement der Baker Steel Fonds. Weiterhin geht er auf die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Rohstoffmärkte u.a. auch im Bereich der E-Mobilität ein.

Baker Steel

Wie wird sich der Ukraine-Konflikt kurz- und mittelfristig auf die Rohstoffmärkte auswirken?

Die verhängten Sanktionen im Zuge des Russland- /Ukrainekriegs werden kurzfristig zu einer Preiserhöhung bei sehr vielen Rohstoffen (Fossile Brennstoffe, Erze, Metalle und auch Agrarpodukte) führen. Der Preis für Nickel ist beispielsweise so massiv angestiegen, dass sogar der Handel an der London Metals Exchange kurzfristig ausgesetzt werden musste. Mittelfristig sehen wir bei Baker Steel die Gefahr einer Rezession, wenngleich Russland hiervon vermutlich am härtesten betroffen sein wird. Doch auch China sollte im Auge behalten werden, denn die Volksrepublik importiert sehr viele Rohstoffe und wird durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine negativ betroffen sein.

Unser BAKERSTEEL GLOBAL FUNDS SICAV - Electrum Fund ist auf Minenbetreiber spezialisiert, die wichtige Metalle für einen nachhaltigen Wirtschaftsumbau produzieren. Der Fonds legt den Fokus auf eine nachhaltige Energiewende, die durch Solaranlagen, Windanlagen, E-Mobilität, Netzausbau und Robotik verwirklicht werden soll. Der Ukraine- Krieg hat prinzipiell zu höheren Rohstoffpreisen als vor der Krise geführt, was tendenziell positiv für die Entwicklung der Aktienpreise von Unternehmen in unserem Electrum Fonds ist. Entgegengesetzt muss man natürlich auch beachten, dass höhere Rohstoffpreise bei Öl auch zu höheren Kosten bei der Produktion oder Rohstoffförderung führen. Auf der einen Seite wird mehr Geld verdient, da man einen höheren Preis für Rohstoffe verlangen kann, auf der anderen Seite sind jedoch auch die Input-Kosten gestiegen.  Zudem werden die Preise für Metalle wie Kupfer und Lithium meist über langfristige Verträge abgewickelt, d.h. sie werden oft nicht auf Spot-Preis-Basis verkauft. Der Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft steht trotz der Ukraine- / Russlandkrise auch weiterhin im Fokus des Fonds. 

Bei Goldaktien muss man hingegen aufgrund des Konflikts folgende Aspekte beachten: Zunächst hat der Krieg aufgrund der Sanktionen die weltweite Wirtschaft nachhaltig belastet. Da wir vor der Russland- / Ukrainekrise bereits nicht in der besten wirtschaftlichen Situation waren, besteht die Möglichkeit, dass wir in eine Rezession rutschen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Sanktionen vermutlich noch eine Zeit lang bestehen bleiben, auch wenn der Konflikt zeitnah beendet werden würde. Würde eine Rezession eintreten, würden die Leitzinsen voraussichtlich weniger stark erhöht werden. Das wiederum wäre positiv für Gold, denn die niedrigen bis negativen Realzinsen würden vermutlich weiterhin bestehen bleiben. Dieses Zusammenspiel war die Hauptantriebskraft für den Goldpreisanstieg in den letzten Wochen. 

Welche Anpassungen im Fondsmanagement haben Sie im Zuge dieser Krise umgesetzt?

Wir haben das Russland-Exposure fast auf 0 gefahren. Bei unserem Precious Metals Fund liegen wir aktuell bei 0,03 %. Hierbei handelt es sich um eine sehr kleine Position in einem russischen Unternehmen, das an der Londoner Börse notiert ist und welches wir aus Liquiditätsgründen aktuell nicht verkaufen können. Der Electrum Fund liegt zurzeit bei 0,8% % - d.h. unsere Beteiligungen haben wir im Zuge der Russland- / Ukrainekrise entweder heruntergefahren oder beabsichtigte Investitionen nicht umgesetzt. In unserem BAKERSTEEL GLOBAL FUNDS SICAV – Precious Metals Fund haben wir zusätzlich unseren Fokus auf Unternehmen gerichtet, die weniger von steigenden Input-Preisen betroffen sind. Tendenziell handelt es sich hierbei um Unternehmen, die bereits eine recht hohe Marge haben und längst einen höheren Anteil an erneuerbaren Energien für ihre Produktion nutzen.

Bei unserem BAKERSTEEL GLOBAL FUNDS SICAV - Electrum Fund haben wir, unabhängig von der Russland- /Ukrainekrise, den Goldaktien-Anteil erhöht. Auch bei diesem Fonds liegt der Fokus auf Unternehmen, die einerseits hohe Margen und andererseits eine langfristig tragfähige Investitionsstrategie aufweisen. Wir sind nicht daran interessiert, dass es bei einem Metall zu einer plötzlichen Preisexplosion kommt, der Handel kurzfristig ausgesetzt wird und der Preis dann wieder sehr stark fällt. Denn das ist nicht förderlich für Minenunternehmen, die in der Regel langfristige Verträge abschließen. Daher legen wir unseren Fokus auf eine geringere Volatilität, gesundes Wachstum und investieren in Unternehmen, die von dem Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft und der Energiewende profitieren. Interessant sind für uns daher Unternehmen, die Kupfer, Lithium, Nickel, Silber, Gold, Grafit und andere „Zukunftsmetalle“ abbauen. In Bezug auf den Krieg möchten wir aktuell das Geschehen abwarten und keine voreiligen große Umwälzungen bei unserem Portfolio vornehmen. Wir können zurzeit noch nicht sagen, welche längerfristigen Auswirkungen der Konflikt auf die Wirtschaft und auf Investments haben wird. Dieses Phänomen kann man auch an den breiten Aktienmärkten beobachten, die an einigen Tagen richtungslos wirken. Es liegt augenblicklich keine Krisensituation an den Aktien- und Rentenmärkten vor, die vergleichbar mit der Finanz- oder Covid-19-Krise wäre. Aktuell kann der Markt nicht einschätzen, zu welchen mittel- und langfristigen Verwerfungen es aufgrund des Russland- /Ukrainekonfliktes kommen wird, daher liegt unser Fokus weiterhin auf dem Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft und der Energiewende.

Auf welche aktuelle Investitionsentscheidung sind Sie besonders stolz?

In den letzten Jahren haben wir eine Umschichtung auf Unternehmen vorgenommen, die höhere Dividenden zahlen, was sehr genau unserem Value-Ansatz entspricht. Wir haben es geschafft, Unternehmen aufzuspüren, die auch in der Zukunft sehr gute Margen erzielen werden und damit auch hohe Dividenden zahlen können. Des Weiteren sind wir in Bezug auf ESG noch aktiver geworden und haben ein Scoring entwickelt, welches potenzielle Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte auf Herz und Nieren prüft. Auf diese beiden Punkte ist das Fondsmanagement von Baker Steel sicherlich ein bisschen stolz.

Wie wird sich die stark politisch getriebene Elektrifizierung der Mobilität im kommenden Jahr auf die Rohstoffmärkte auswirken?

Die Ziele, die die Welt in Bezug auf die Elektrifizierung hat, sind kurzfristig weder mit dem jetzigen Angebot noch mit neuen erschlossenen Minen, die sich aktuell in der Pipeline befinden, machbar. Daher treten auf dem Markt immer mehr Angebotslücken auf. Früher dauerte die Spanne von der Planung bis zur Inbetriebnahme einer Mine 5 – 10 Jahre; heute sind es eher 10 – 15 Jahre. Dieser Punkt führt dazu, dass es zu längerfristigen Preissprüngen bei Metallen kommt. Langfristig wird es, u.a. auch aufgrund eines zunehmenden Recyclings genügend Metalle für den Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft geben, allerdings müssten Investitionen in Minen kurzfristig sehr stark erhöht werden, um die Angebotslücken zumindest mittel- bis langfristig schließen zu können.

Welche Vorteile könnten Ihre Strategien Anlegern bieten?

Unsere Produkte eignen sich prinzipiell, um Investments im Rohstoff-, Gold- und Edelmetallsektor zu tätigen. Wir sehen, dass viele unserer Kunden unsere Strategien nutzen, indem sie unsere Fonds zu 3 %, 5 % oder manchmal zu über 10 % allokieren. Diese zeigt die Rolle, die unsere Produkte in einem breit angelegten Portfolio spielen können. Die Strategien unserer Fonds sind auf einen Anlagehorizont von 3 – 5 Jahren oder länger ausgelegt. Viele Kunden unseres BAKERSTEEL GLOBAL FUNDS SICAV - Electrum Fund haben ein breiteres Thema in Bezug auf ESG und Innovation und investieren neben unserem Produkt in andere Technologie-Fonds, die ähnliche Themen wie beispielsweise den Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft besetzen.

 

Hinweis: Verbindliche Grundlage für den Kauf der Fonds sind die wesentlichen Anlegerinformationen (KIID), der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit dem Verwaltungsreglement bzw. der Satzung, der zuletzt veröffentlichte und geprüfte Jahresbericht und der letzte veröffentlichte ungeprüfte Halbjahresbericht, die in deutscher Sprache kostenlos bei der IPConcept (Luxemburg) S.A. (société anonyme), 4, rue Thomas Edison L-1445, Strassen, Luxembourg, (siehe auch www.ipconcept.com) erhältlich sind. Die steuerliche Behandlung ist von den individuellen Verhältnissen jedes einzelnen Anlegers abhängig. Dieser Artikel ist eine Werbemitteilung, dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Anlageziele erreicht werden. Dieser Artikel wendet sich ausschließlich an Interessenten in den Ländern, in denen die genannten Fonds zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind. Der Fonds wurde nach luxemburgischem Recht aufgelegt und ist in Luxemburg, Deutschland, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz zum Vertrieb zugelassen. Der Fonds darf in den Vereinigten Staaten von Amerika ("USA") sowie zugunsten von US Personen nicht öffentlich zum Kauf angeboten werden. Die Dokumente können ebenfalls kostenlos in deutscher Sprache bei der deutschen Vertriebs- und Informationsstelle, DZ BANK AG, Deutsche Zentralgenossenschaftsbank, Platz der Republik, D-60265 Frankfurt am Main, bezogen werden. Die Dokumente können ebenfalls bei der österreichischen Zahl- und Informationsstelle, ERSTE BANK DER OESTERREICHISCHEN SPARKASSEN AG, Am Belvedere 1, A-1100 Wien bezogen werden. Für Anleger in der Schweiz: Vertreterin ist die IPConcept (Schweiz) AG, Münsterhof 12, Postfach, CH-8022 Zürich und die Zahlstelle ist die DZ PRIVATBANK (Schweiz) AG, Münsterhof 12, Postfach, CH-8022 Zürich. Der Verkaufsprospekt, die wesentlichen Anlegerinformationen sowie der Jahres- und Halbjahresbericht können kostenlos bei der Vertreterin in der Schweiz bezogen werden. Der Fonds weist aufgrund der Zusammensetzung seines Portfolios oder der verwendeten Portfoliomanagementtechniken eine erhöhte Volatilität auf, d.h. der Anteilpreis kann auch innerhalb kurzer Zeiträume erheblichen Schwankungen nach oben und unten unterworfen sein. Außerdem kann bei Fremdwährungen die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile ihrer Organismen für gemeinsame Anlagen getroffenen hat, gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU aufzuheben. Weitere Informationen zu Anlegerrechten sind auf der Homepage der Verwaltungsgesellschaft (www.ipconcept.com) einsehbar. https://www.ipconcept.com/ipc/de/anlegerinformation.html

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