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The Big Change

The Big Change

Schon ist alles anders und die Karten wurden neu gemischt. In rasantem Tempo hat sich die gesamte Welt in den letzten zwei Jahren gravierend verändert. Längst totgeglaubte Werte wie Mut, Pioniergeist aber auch Familienbewusstsein haben sich zu neuen Höhen aufgeschwungen. Plötzlich wurde die weltweite Vernetzung begriffen und wer noch nicht ausreichend flexibel war, musste sich schnellstmöglich darin üben. Und genau das hat viele Menschen über ihre Grenzen hinauswachsen, wie auch viele an ihre Grenzen stoßen lassen. Umdenken wird gefordert, aber nicht jeder weiß, wie das geht.

Dieser Artikel ist ursprünglich im Lifestyle-Magazin The HARBOR erschienen

Eisbrecher

Das größte Übel aller Zeiten war schon immer Angst zu haben. Vor Neuem, vor Veränderung, vor der eigenen Kleinheit, vor der Pleite, davor alt zu werden und vor langem, wie auch immer geartetem Leiden. Doch die Chancen stehen gut, dass wir ab jetzt alle immer noch älter werden und länger ein wunderbares Leben leben dürfen, wenn wir es uns als solches gestalten möchten. Denn persönliche Gestaltung ist jetzt mehr gefragt, denn je. Schon stellt sich die Frage, ob man sich ein langes Leben überhaupt leisten kann. Doch lassen wir zu all diesen Themen einen Spezialisten sprechen: Dr. Markus Elsässer.

Herr Dr. Elsässer, Was sagen Sie zu dem Thema „ Longevity“, zur Langlebigkeit und dass wir jetzt alle immer älter werden können?

Ich bin schon von jeher ein Verfechter eines langen Lebens und vor allem davon, dass man sich ein Leben lang um ein langes Leben bemühen soll. Ich glaube auch, dass man, abgesehen von schicksalshaften Fügungen, einen großen Einfluss darauf hat. Schon vor zwanzig Jahren habe ich mich von dem alten Modell, mit 65/67 Jahren in Pension zu gehen, um seinen Lebensabend zu genießen, verabschiedet. Ausnahmen sind natürlich diejenige Menschen, die schwere körperliche Arbeit leisten müssen, unter schwersten Bedingungen, bei hohen Hitze- oder Kältetemperaturen, bei Lärm oder Erschütterungen. Diesen Menschen möchte man wünschen, dass sie mit 50 Jahren in Pension gehen dürfen und sich erholen können. Aber Menschen, die keinen körperlich belastenden Beruf haben, sollten sich, auch schon ab 40, auf ein maximal langes Leben einstellen. Es ist ja statistisch gesehen so, dass die jetzige Generation der 50-70 jährigen eine völlig nach oben unkalkulierbare Lebenserwartung hat. Mein ältester Mandant hat damals im Alter von 85 Jahren absolut langfristig gedacht, ist mit 102 Jahren verstorben, hat in dieser Lebensphase am meisten Geld verdient und war vorher aber auch schon sehr erfolgreich. Ich glaube an den medizinischen Fortschritt. Nicht nur durch die Schul-und Universitätsmedizin mit neuen Maschinen, invasiver Chirurgie, Robotik, sondern auch durch eine bessere Ernährungslage, ein tieferes Bewusstsein über die eigene Gesundheit. Menschen sollten sich nicht künstlich alt machen: „ Jetzt bin ich 70/75, jetzt bin ich alt “, sondern sich nach wie vor Interessengebiete erhalten und sich auch – ich bin ja ein Mensch des Geldes – weiter um ihre materiellen Verhältnisse kümmern, weiter mit Kapital arbeiten, mit Verstand, viel eigener Erfahrung und natürlich in einem Zuschnitt, der zu dem Alter passt und nicht zu viele Konflikte beinhaltet. Dies wird eine der ganz großen Veränderungen der nächsten Jahrzehnten werden und diese Uhr hat heute bereits angefangen zu ticken. Wichtig: Man darf sich nicht krampfhaft auf dieser Reise ans Alter klammern, sondern muss angstfrei bleiben. Mein Motto ist da seit langem: Ich hoffe, das Schicksal oder der liebe Gott wird mich eines Tages aus dem Sattel schiessen! Das soll heißen: ich gehe meinen Dingen nach, als Cowboy auf dem Pferd reitend und bleibe ein aktiver Mensch. Es ist völlig fatal, wenn ich, nur weil auf meiner Geburtsurkunde ein gewisses Datum steht, ich mich aber noch fit fühle, sage: „Jetzt hat das und das eh keinen Sinn mehr“. Denn das ist alles sehr relativ! Ich kenne Menschen, die mit 90 Jahren noch einmal heiraten, Häuser kaufen, umziehen. Ganz wichtig ist Folgendes: Die Jahre muss man im höheren Alter qualitativ anders berechnen. Ein Jahr ist ja nicht gleich ein Jahr, das kennen wir doch alle. Wenn wir an manche Jahre zurückdenken, wissen wir oft nicht mehr, was wir genau gemacht haben, denn der Alltag hat das Jahr einfach weggefressen. Deshalb glaube ich, dass man im höheren Alter die große Chance hat, ein Jahr sehr viel intensiver erleben zu können, als in früheren Jahren.

Das heißt, dass das gesamte Zeitverständnis sich ändert. Das wäre eine wunderbare Aussicht auf unsere nächsten 30 oder 50 Jahre, wenn diese gefühlt sehr viel intensiver und länger erscheinen können, als manche frühen Jahre unseres Lebens.

Genau! Und wenn man Biographien der früheren Jahrhunderte studiert, gibt es auch da immer wieder sehr interessante Ausnahmeerscheinungen. Ich glaube nicht, dass das nur mit den Genen zu erklären ist, sondern auch mit der Haltung dem Leben gegenüber. Beispiel: Einer der großen Financiers, der auch mit den Rothschilds zusammengearbeitet hat, war Sir Moses Montefiore (1784-1885). Er war ein hochanerkannter Financier und Unterstützer der jüdischen Gemeinden, hat während seines gesamten Lebens strapaziöseste Reisen unternommen und wurde unfassbare 101 Jahre alt. Sein wunderbares Motto des Lebens, das ich auch selbst übe anzuwenden, heißt: THINK AND THANK. Also, Situation analysieren, das Beste daraus machen und parallel dankbar sein. DANKE sagen für das eigene Schicksal. Ich finde das ein ganz tolles ausgewogenes Motto.

The Big Change: Was hat sich in den letzen zwei Jahren für die Menschheit und in der Finanzwelt für immer verändert?

Bezogen auf die Menschen hat sich der große Wert von Privatsphäre gezeigt, sowie der Luxus, sich einen individuellen Lebenszuschnitt leisten zu können. Ich glaube, dass dieser Trend sich fortsetzen wird und auch zu Spaltungen in der Gesellschaft führen wird. Einmal diejenigen, die mit Eigeninitiative ihr Leben leben indem sie Verhältnisse schaffen und über Möglichkeiten verfügen, ihr Leben mit einer großen Barriere um ihr Privatleben herum aufzubauen und zu schützen. Das fängt schon bei den Wohnverhältnissen an, mit eigenen Freiraum, indem niemand reinreden kann. Zum anderen gibt es Menschen, die eben nicht so sehr selbst ihr Leben gestalten, sondern eher, das muss man leider sagen, gelebt werden. Vor zwei Jahren waren die Unterschiede innerhalb der Gesellschaft noch nicht so groß und diese Bedeutung nicht so wichtig. Menschen in großen Metropolen werden ihr Privat- und Berufsleben dahin verlagern, wo sie mehr Privatsphäre und Freiraum haben. Auch Urlaub und Reisen mit Privatsphäre werden wichtiger. Wir haben erlebt, dass es quasi über Nacht, auf einen Schlag und mit entsprechender Medien-Präsenz, zu großen Veränderungen kommen kann. Wer dem dann komplett ausgeliefert ist, erfährt eine enorme Einschränkung der Lebensqualität. Gleichwohl teile ich den pessimistischen Ausblick vieler Leute überhaupt nicht. Es hat sich doch herausgestellt – darüber schreibt fast niemand – dass, abgesehen von gewissen zeitlich begrenzten Lieferengpässen (semi-conductors, Baumaterialien etc.), es schon fast ein Wunder ist, wie die freie Welt-Marktwirtschaft es geschafft hat, nach einem anfänglichen Schrecken, die Welt zu versorgen und zwar auf allen Gebieten. Von medizinischen Produkten, über Hygiene und Nahrung, bis hin zu Schreibmaterial oder Druckerschwärze, und dies in allen Ländern der Welt. Das ist eine Meisterleistung! Dazu kommt ja noch Folgendes: Die Welt ist ja in diesen zwei Jahren nicht stehengeblieben. Anders als manche Medien einem glauben machen wollen, sind die Innovationen und der Fortschritt in technologischen Bereichen parallel weiter rasant vorangegangen! Ich glaube, dass dieser Trend sich weiter fortsetzen wird und er wird zu Gutem führen!

Wie sehen Sie die digitale Revolution?

Ich wehre mich streng gegen eine IT-Verteufelung. Die Welt orientiert sich jetzt und in Zukunft an dem westlichen Standard eines Lebens mit weniger Beschwernis und mehr Convenience. Und das funktioniert, weil trotz aller Beschwernisse die Logistik und die Produktivität immer besser werden und die Menschen durch die Telekommunikation erfahren, was sie an neueren, qualitativ guten Produkten bekommen können. Bei aller großer Not in vielen Ländern der Welt nimmt die Zahl derjenigen Menschen jede Woche zu, die aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Jobs in ein besseres Leben hineinwachsen werden. In den vergangenen zwei Jahren sind ja nicht ganze Nationen aus einem gehobenen Niveau abgestürzt in Zelte oder Millionen von Menschen unerwartet verhungert. Es kommt in den Medien viel zu wenig rüber, dass der grosse technologische Umbruch hin zu Innovationen überhaupt nicht aufzuhalten ist. Im Gegenteil! Wie stark dieser ist, hat sich in den Monaten des Lockdowns, der Reisebeschränkungen etc. gezeigt, in denen höchste technologische Kreativität umgesetzt wurde.

Auch sind ja weltweit alle privaten und Geschäftsreisen über Nacht für lange Zeit ausgefallen. Es ist doch enorm, wie schnell sich die Welt auf neue Wege der Kommunikation und der Datenspeicherung eingestellt hat.

Richtig! Es gäbe jeden Tag eine riesige Anzahl an unglaublich positiven Nachrichten an Fortschritten in der Medizintechnik, der Informations-Technologie und der Kommunikation, und deshalb finde ich Ihren Titel, "The Big Change", den Sie aufgerufen haben, hochinteressant und bin total begeistert, denn, was die meisten Menschen noch nicht erkannt haben ist: Wir stehen auf der Schwelle zu der nächsten großen Veränderung in der Berufswelt, nämlich zur Rationalisierung der Büro-Berufe durch den Siegeszug der Digitalisierung, unter Zuhilfenahme der künstlichen Intelligenz. Heute drängen noch viele junge Menschen in den Staatsdienst weil sie meinen, der Job ist sicher. Oder in Büro-Berufe wie Rechnungswesen, Consulting, Jura. Das Handwerk dagegen wird eher geringgeschätzt. Schon während der nächsten zehn Jahre werden wir eine Revolution erleben. Diese Büro-Jobs werden reihenweise wegfallen, denn alles was repetitiv ist und standardisierte Vorgänge beinhaltet, wird nur noch von ganz wenigen Mitarbeitern gemacht werden, die sich der künstlichen Intelligenz bedienen. Ich sehe schwarz, für mittelmässige Juristen und auch für Leute, die bei einem DAX Konzern oder beim Staat wichtige Verwaltungsarbeiten tätigen. Die Arbeit dieser 100 Mitarbeiter wird in Zukunft von 5 Mitarbeitern erledigt werden. Es ist also sehr wichtig, in den Familien für die jüngeren Familienmitglieder den Blick doch etwas weiter zu werfen, als nur bis zum nächsten Anfänger-Job. Menschen, die schon in solchen Berufen sind, sollten sich noch eine Spezialisierung zulegen, damit sie einen zukünftig sicheren und auch besseren Job haben.

Hatten wir diese Situation nicht schon öfter?

Sehrwohl. Was vor 100 Jahren mit der Industrialisierung und dem Einsatz von Maschinen mit Arbeitern und Bauern geschah, wird nun durch die Digitalisierung passieren. Wir sehen ganz klar, dass sich dieser digitale Push durch die letzen zwei Jahre viel schneller entwickelt und gefestigt hat. Ohne Pandemie wäre der Prozess viel schleichender und mit viel mehr Widerständen abgelaufen. In dieser Hinsicht muss man für diese zwei Jahre sehr dankbar sein, denn nun sehen wir viel schneller und glasklar, wohin die Reise geht.

Auch die Themen Home Office, Teilzeitarbeit, waren für eine Führungskraft bisher undenkbar. Hat sich das nun ab 2020 für alle Zukunft gewandelt?

Es hat sich für immer gewandelt und ich sehe das alles sehr positiv. Auch in den Gründerjahren vor dem ersten Weltkrieg gab es enorme Umwälzungen für viele Industrien durch technologische Erfindungen, wie Automobil oder Flugzeug. Wir erleben jetzt nichts anderes, nur dass das vielen Leuten noch nicht schwant! Ich glaube, wer die Ereignisse der letzten zwei Jahre nicht dazu nutzt, sich auf die neue Zeit einzustellen sondern sagt: „Naja, ich warte noch etwas ab, dann ist ja alles wieder wie vorher“, der ist vollkommen auf dem Holzweg. Diese Neuerungen technischer Art werden aber auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz viele Berufe leichter, effizienter und interessanter machen. Ich sehe das als große Chance und nicht als Bedrohung, denn der Einzelne kann dann viel mehr bewirken, als heute.

Wo ist die Lösung, wenn doch sehr viel Manpower in Zukunft wegfällt?

Das ist das Leben. Das kann man in der klassischen Literatur nachlesen – als Webstühle erfunden wurden, die Steinkohle abwärts ging, die Postkutschen überflüssig wurden, die Sattler und Haferlieferanten wegfielen und vieles mehr. Es wird an anderen Stellen Neues entstehen und natürlich gibt es einzelne Härten. Man muss das im großen Ganzen sehen. Früher sind die Leute ausgewandert, weil man zuhause verhungert wäre, Beispiel Irland. Heute gilt es auch genauso, mobil zu sein, sich weiterzubilden und sich an neue Umstände anzupassen. Durch die Telekommunikation ist man aber mit der Familie besser verbunden, und diejenigen, die voran kommen wollen, müssen vielleicht auch in einen anderen Kulturkreis. Aber die Welt wird insgesamt weiter durchmischt mit verschiedenen Nationen. Die meisten jungen Leute sprechen perfektes Englisch, können sich weltweit miteinander verständigen und immer mehr Firmen arbeiten mit einer Sprache. In Zukunft wird es auch Technologien der Simultan-Übersetzungen geben und wir werden andere Mobilitäts-Systeme bekommen. Ich bin fest davon überzeugt, dass genügend Arbeit bleibt, vor allem im Dienstleistungssektor, denn da haben wir in den Wohlstands-Ländern ein enormes Defizit!
Beispiel: Der Patienten-Manager. Ich kenne viele Familien, die jedes Geld zahlen würden für eine Person, die sich um alles kümmert, wenn ein älteres Familienmitglied ins Krankenhaus kommt. Jemand, der sich um die nötigen Papiere, um die richtige Medizin, den reibungslosen Ablauf von der Einlieferung bis zur Auslieferung sorgt. Weiteres Beispiel: In der EDV-Versorgung wird es immer mehr Menschen geben, die im Home Office arbeiten, die einen regelmäßigen Support für notwendige Software Updates benötigen. Die Entwicklung in der Telekommunikation wird hier wird so rasant sein, da brauchen wir Selbständige, Kleingewerbetreibende oder Mittelständler, sehr viele Freelancer, die uns den Rücken freihalten.

Ihre wichtigen Konklusionen des Wandels?

Es ist überwiegend positiv, was wir aus den zwei Jahren Pandemie gelernt haben. Abgesehen von regionalen Problematiken, die es natürlich auch gibt, hat der technologische Fortschritt einen echten Boom erlebt. Das wird uns jetzt über die nächste Hürde ins neue Zeitalter katapultieren. Wo es aber Widerstände geben wird ist dort, wo völlig veraltet und zu langsam gearbeitet wird und das ist der Staatsapparat. Er greift die positiven Entwicklungen, die in der Wirtschaft längst mit vollem Karacho zugange sind, nicht auf und ist noch nicht innovationsfreudig. Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch viele andere Länder. Ich glaube, tief im Inneren ahnen die Staatsorgane, Regierungsapparate und Parteiführungen, dass sie reif sind für eine Reform. Das ist der nächsten Punkt, den ich sehe. Ich glaube, dass wir es innerhalb der nächsten zehn Jahre sehen werden, dass eine Groß- Reform, auch EU-weit und international, stattfinden wird. Dass viele Behörden auf ein Minimalmass reduziert werden, weil es anders viel effizienter geht. Auf Dauer wird der Staatsapparat nicht so wie bisher Modernisierungen ignorieren können. Was damit einhergeht ist, dass man immer noch an veralteten Nationalgrenzen festhält. Die meisten Grenzen in Europa gehen auf den Wiener Kongress mit Fürst Metternich von 1814 zurück. Das muss man sich einmal vorstellen! Ich glaube, die Welt wächst zusammen, die jungen Menschen sind multinational einsetzbar, sie verstehen sich gut und es ist egal, ob sie ihren Bachelor in Litauen oder Barcelona machen. Die Politik wird das nicht aufhalten können, sondern muss viel mehr Rücksicht nehmen auf die kulturellen Räume, in denen gemeinsame grenzüberschreitende Kultur, Natur oder Lebensart bestehen. Zum Beispiel bei Österreichern, Südtirolern und Süddeutschen oder im Norden bei Westphalen, Flamen und Holländern. Es muss also neue regionale Schwerpunkte geben, die auch von der Politik bedient werden müssen. Es ist völlig falsch, die letzten zwei Jahre dahingehend zu interpretieren, dass mit dem globalen Gedanken Schluss ist. Das sind Scharmützel zwischen China und USA und anderen. In der langen Linie wächst die Welt auf vernünftiger Innovation, besserer Medizin, Erleichterungen in der Arbeit, effizienteren Wassersystemen, besserer Energieversorgung, zusammen. Das sind globale Themen, die auch global vorangetrieben werden. Da ist es egal, was einzelne Politiker noch zu bremsen versuchen, weil sie eine eigene Agenda haben. Als Privatmensch und als Privatinvestor muss man hier eine klare Linie behalten und darf sich von einzelnen Interessenblöcken, die dann in den Widerstand gehen oder versuchen ihre Macht auszuspielen, nicht irritieren lassen. Man muss sich ein dickes Fell zulegen, denn genauso war es auch zwischen den beiden Weltkriegen: Das Kaiserreich war zugrunde gegangen, die Demokratie taugte nichts, die neuen Strukturen standen nicht, die Währung war schlecht, und das alles hatte die Menschen sehr verunsichert. Die große Quintessenz der letzten zwei Jahre ist: Alle diejenigen, die sich durch Schreckensmeldungen der Medien und der Politik haben verrückt machen lassen, weil sie dachten, alles bricht zusammen, sind die ganz großen Verlierer. Die Gewinner sind diejenigen, die mit gesundem Menschenverstand, einem privaten Zuschnitt, eigenen Überlegungen und gutem Augenmaß einfach weiter geschaut haben: Wo kann ich mein Kapital gut investieren, wo ist eine Immobilie, die noch nicht zu teuer ist, die eine gute Lage hat, wo sind Aktienfirmen, die ich gut finde, wo ist ein guter Fondsmanager. Das werden auch in Zukunft die Gewinner sein: die für sich selbst eine auf sie zugeschnittene private Lösung finden. Das ist die Neuerung, dass das Individuum, die einzelne Familie, selbst wunderbare Anlagemöglichkeiten findet, mit denen sie sich wohlfühlt. Die Zeit, in denen die Großbanken mit Einheitsbrei von zum Beispiel 3 Prozent Verzinsung die gesamte Bevölkerung versorgt haben, ist völlig vorbei. Es hat sich gezeigt, dass sich der Niedergang im Großbanken-System in den letzten zwei Jahren fortgesetzt hat: Es sind keine neuen Filialen entstanden, es sind keine neuen Privatberater hinzu gekommen. Dieses System wird sich wohl eher in den nächsten zehn Jahren in Luft auflösen, auch hier durch neue Technologien. Und wenn sie überhaupt überleben, werden sie nur noch als „ Kühlschränke“ verwendet werden, bei denen der Anleger selbst, mit eigenem Know-how, die Kontrolle über sein Kapital hält und damit viel bessere Möglichkeiten hat, an Informationen zu kommen und diese umzusetzen.

Zusammengefasst The BIG CHANGE für Finanzen:

1. Die Zeit des Zins-Sparens mit Anleihen oder Sparbuch ist für immer vorbei.

2. Fortschreitende massive Geldentwertung (Inflation).

3. Das Großbankensystem wird da dem Einzelnen nichts zu bieten haben. Anleger müssen sich umstellen und lernen, selber mit Ihrem Kapital zu „arbeiten“. Der endgültige Übergang vom „Sparer“ zum eigenverantwortlichen Investor ist das Gebot der nächsten Jahre. Das Motto für jeden: „Denken wie ein Unternehmer“.

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