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Technologischer Fortschritt, Umwelt & Klima und Gesundheitsfonds

Technologischer Fortschritt, Umwelt & Klima und Gesundheitsfonds

Im Interview mit Christian Hein, Senior Portfoliomanager bei der Apo Asset Management GmbH (apoAsset)

Christian Hein

Wo genau machen Sie als professioneller Fondsmanager den Unterschied bei einem aktiv gemanagten ETF-Portfolio?

Ein aktiv gemanagtes ETF-Portfolio bietet in vielerlei Hinsicht Vorteile. Mit über 2.000 ETFs ist das Universum in den letzten Jahren sehr stark gewachsen. Durch unseren langjährigen Umgang mit ETFs, unserem etablierten Selektionsprozess und einem professionellen Set-Up stellen wir sicher, dass wir qualitativ hochwertige ETFs auswählen. Hierzu nutzen wir intensiv unser Netzwerk von großen ETF-Anbietern, welches wir in den letzten Jahren aufgebaut haben und kontinuierlich um neue Anbieter erweitern. Wir pflegen einen regelmäßigen Kontakt, sodass wir frühzeitig über aktuelle Entwicklungen am Markt informiert sind.

Bezüglich der Allokation können wir als aktive Fondsmanager einen Mehrwert schaffen, indem wir mithilfe der strategischen Allokation das Portfolio robust aufstellen, aber auch in turbulenten Marktphasen aktiv eingreifen und taktische Entscheidungen treffen. Als gutes Beispiel hierfür können wir das Global ETFs Portfolio in den Corona-Krisenwochen 2020 heranziehen. Zum einen zeigte die Allokation von Staatsanleihen einen deutlichen Mehrwert, zum anderen nutzten wir aktiv die günstigen Kurse, die es am Aktienmarkt gab, um bei den ETFs mehrfach ein Re-Balancing durchzuführen. Dies hatte den Vorteil, dass der Fonds an der darauffolgenden Erholungsphase deutlich partizipieren konnte.

Einen weiteren Unterschied sehe ich speziell in der Nähe zum Markt und im fachlichen Verständnis, welches wir als aktive Fondsmanager haben. In den Corona-Krisenwochen zeigten die Aktienmärkte einen extrem rapiden Kursverfall. Hier kann der Fondsmanager die Situation deutlich schneller beurteilen und erforderliche Maßnahmen ergreifen. Ein Retailanleger kann dies nicht leisten. Hinzu kommt, dass der Aufbau eines gut diversifizierten Portfolios nicht von Nachrichten und Emotionen fehlgeleitet werden darf.

Wie gehen Sie genau beim Re-Balancing im Global ETFs Portfolio vor?

Im Portfolio ändern sich die Investitionsquoten je nachdem, ob ein Markt gut oder weniger gut läuft. Das Re-Balancing dient dazu, die Portfolio-Struktur stabil zu halten und damit auch die Diversifikation, die wir uns mit der strategischen Allokation vorgeben. Unser Ziel ist es, mindestens einmal pro Jahr die Quoten auf diese Struktur zurückzuführen und so das Entstehen von Klumpenrisiken zu vermeiden. Während sehr turbulenten Marktphasen können sich die Quoten dabei auch sehr schnell und deutlich ändern. Mit den stark fallenden Aktienkursen im ersten Quartal letzten Jahres hatten sich die Quoten bei vielen Aktien-ETFs deutlich reduziert. Das haben wir genutzt, um mehrfach und aktiv einzugreifen und das Portfolio auf die Zielquoten zurückzuführen. Wir konnten Aktien-ETFs zu günstigen Kursen kaufen und haben in der folgenden Erholungsphase gut am Markt partizipiert.

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Ihnen aus?

Der typische Arbeitsalltag gliedert sich in regelmäßige Aktivitäten, wie beispielsweise die tägliche Überwachung der Portfolio-Holdings und deren Entwicklung, aber auch in die Analyse, Vorbereitung und Diskussion zum aktuellen Marktgeschehen oder zu den Strategien der Fonds. Auf täglicher Basis hinterfragen und überwachen wir das Portfolio und nehmen gegebenenfalls Anpassungen zur stetigen Verbesserung vor. So schauen wir uns im Zuge der ETF-Selektion genau an, ob es bessere ETFs am Markt gibt, die wir in das Portfolio aufnehmen möchten. Gleichzeitig überprüfen wir, ob die Asset-Allokation aufgrund der Marktentwicklung angepasst werden muss. Hinzukommen noch Themen wie regulatorische Änderungen oder Anpassungen, die die ganze Branche betreffen. Immer wichtiger wird zudem das Thema Nachhaltigkeit. Bislang existieren zwar keine einheitlichen Standards, die Ausrichtung unserer Fonds auf dieses Thema hat jedoch Priorität.

Was können wir von der zweiten Jahreshälfte 2021 erwarten?

Das Global ETFs Portfolio verfolgt seit Auflage eine stabile Struktur, die sich seit über drei Jahren als sehr gut erwiesen hat. Mit der robusten Diversifikation spielen Markterwartungen für diesen Fonds kaum eine Rolle. Ein wohl sehr gutes Beispiel ist die Zinserwartung der letzten Jahre. In Erwartung steigender Zinsen wurden Marktteilnehmer immer wieder auf der falschen Seite erwischt. Das Global ETFs Portfolio hingegen verfolgt bei den US-Staatsanleihen ETFs einer „Barbell-Strategie“. Damit ist es am kurzen und am langen Ende der Zinskurve positioniert. Unabhängig davon kann ich mir vorstellen, dass die Themen Geldpolitik, Inflation, Nachhaltigkeit aber auch die regulatorischen Eingriffe in China die treibenden Kräfte in der 2. Jahreshälfte sein können. Daher schauen wir speziell auf diese Themen und prüfen, ob die strategische Allokation hier weiterhin Bestand hat.

Wo liegen für Sie die größten Herausforderungen auf den Märkten in den nächsten Jahren für den Fonds?

In den letzten Jahren wurden die Finanzmärkte im Wesentlichen von der weltweit lockeren Geldpolitik getrieben. Mit Corona wurden seitens der Geld- und Fiskalpolitik zusätzlich massive Maßnahmen ergriffen, um die Märkte zu stabilisieren. Diese neue Normalität stellt Anlageentscheidungen vor enorme Herausforderungen. Wie die Marktteilnehmer mit diesem Umfeld in den nächsten Jahren umgehen bleibt abzuwarten.

Wir setzen auf robuste Portfolien und auf die Themen der Zukunft.  Für unsere Multi-Asset-Fonds haben wir die Themen Technologie, Gesundheit, Klima und Umwelt im Zuge einer strategischen Neuausrichtung bereits deutlich gewichtet. Außerdem prägt das Thema Nachhaltigkeit die Finanzbranche zunehmend. Mit vier Nachhaltigkeitsgloben bei Morningstar zeigt das Global ETFs Portfolio bereits seine Positionierung in diesem Bereich und setzt auf ETFs, die auf Basis von ökologischen und sozialen Merkmalen sowie unter Berücksichtigung einer verantwortungsvollen Unternehmensführung ausgewählt wurden.

Mehr zum Global ETFs Portfolio

Verbindliche Grundlage für den Kauf des Fonds sind die wesentlichen Anlegerinformationen (KIID), der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit dem Verwaltungsreglement bzw. der Satzung, der zuletzt veröffentlichte und geprüfte Jahresbericht und der letzte veröffentlichte ungeprüfte Halbjahresbericht, die in deutscher Sprache kostenlos bei der IPConcept (Luxemburg) S.A., 4, rue Thomas Edison L-1445, Strassen, Luxembourg, (siehe auch www.ipconcept.com) erhältlich sind. Die steuerliche Behandlung ist von den individuellen Verhältnissen jedes einzelnen Anlegers abhängig. Dieser Artikel ist eine Werbemitteilung, dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Anlageziele erreicht werden. Dieser Artikel wendet sich ausschließlich an Interessenten in den Ländern, in denen der Fonds zum öffentlichen Vertrieb zugelassen ist. Der Fonds wurde nach deutschem Recht aufgelegt und ist in Deutschland zum Vertrieb zugelassen. Der Fonds darf in den Vereinigten Staaten von Amerika ("USA") sowie zugunsten von US Personen nicht öffentlich zum Kauf angeboten werden. Die Dokumente können ebenfalls kostenlos in deutscher Sprache bei der deutschen Vertriebs- und Informationsstelle, Deutsche Apotheker- und Ärztebank, Richard-Oskar-Mattern-Straße 6, D-40547 Düsseldorf, bezogen werden. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Die Bruttowertentwicklung nach BVI Methode lässt die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile erhobenen Kosten (Ausgabe- und Rücknahmeaufschlag) und während der Haltedauer anfallenden Gebühren (z.B. Transaktionskosten) unberücksichtigt. Wenn ein Anleger für 1.000,– € Anteile erwerben möchte, muss er bei einem Ausgabeaufschlag von 3 % 1.030,– € dafür aufwenden. Es können für den Anleger Depotkosten und weitere Kosten (z.B. Depot- oder Verwahrkosten) entstehen, welche die Wertentwicklung mindern. Der Fonds weist aufgrund der Zusammensetzung seines Portfolios oder der verwendeten Portfoliomanagementtechniken eine erhöhte Volatilität auf, d.h. der Anteilpreis kann auch innerhalb kurzer Zeiträume erheblichen Schwankungen nach oben und unten unterworfen sein. Außerdem kann bei Fremdwährungen die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.

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