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Elsässers 8 Uhr Früh: Mitarbeiter-Optionen und Vermögensschutz

Elsässers 8 Uhr Früh: Mitarbeiter-Optionen und Vermögensschutz

Einen schönen guten Morgen meine lieben Freunde und Freundinnen des unabhängigen Kapitals.

Nun ist es wieder Zeit für: „Elsässers 8 Uhr Früh“, mit dem heutigen Thema: Questions & Answers. Ich beantworte Ihre Fragen zu unterschiedlichen Themen.

Welche Richtung

Vorweg möchte ich Ihnen gerne folgendes Buch empfehlen: Ogger, Günter (1995), Nieten in Nadelstreifen, Deutschlands Manager im Zwielicht.

Kommen wir nun zu Ihren Fragen:

Wie verhält es sich mit Mitarbeiter-Optionen? Gemeint sind nicht Mitarbeiter-Vorzugsaktien, sondern Optionen, die auf die eigene Firma gewährt werden. Die Firma ist also an der Börse gelistet und bekommt Optionen, die manchmal 3, 5 oder 10 Jahre laufen können. Sie haben danach das Recht, die Aktie zu einem gewissen Preis zu beziehen. Die Frage ist dann, was passiert, wenn diese Option ausläuft und die Aktie seitdem in den Bereich des Gewinns geklettert ist? Was soll man tun? Es handelt sich praktisch um eine Art Zusatz-Gratifikation oder ein Zusatzverdienst.

Ich würde Ihnen generell empfehlen, diesen Bereich der monatlichen Einkunft oder des Jahreseinkommens völlig auszublenden. Stattdessen würde ich dieses Thema sehr entspannt angehen. Solange Sie dort arbeiten und das Gefühl haben, die Firma entwickelt sich in die richtige Richtung. Als Mitarbeiter haben Sie einen gewissen Einblick in Ihr Unternehmen, selbst wenn Sie nicht direkt am Puls des Geschehens beteiligt sind. Zum Beispiel könnten Sie Kollegen fragen, wie denn das neue Angebot ankommt, wenn beispielsweise die Produkte nur noch geleast statt gekauft werden können. Oder wie geht es mit der Integration der akquirierten Firma voran, und wie macht sich denn der neue Abteilungsleiter XY? Es liegt an Ihnen, ein gutes Gefühl zu bekommen und nicht einfach nur blind dem Unternehmen zu vertrauen! Sie müssen sich ein sehr genaues Bild über die Zukunft ihrer Firma machen, unabhängig davon, wie Sie mit Ihren Vorgesetzten oder Kollegen zurechtkommen. Sie müssen dies klar trennen, denn es kann hier um Millionen gehen, vor allen Dingen bei Firmen, die noch stark in der Entwicklung sind. Wenn Sie wirklich von der Firma überzeugt sind, ist es das Beste nicht Kasse zu machen, sondern die Optionen zu behalten. Lassen Sie sich zwischen drin, wenn Sie im Gewinn sind und ein Verkauf erlaubt wäre, nicht verleiten. Also kein Zwischenausstieg und die Option bis zum Schluss halten, um die Option dann in Aktien umzuwandeln. Sparen Sie Geld an, dass Sie die Aktien dann zum Optionspreis erwerben können! Und dann halten Sie die Aktien weiter! Die Zahl der Menschen, die mit kleinen Beträgen auf dem Papier angefangen haben und die nachher mit 5 oder 6 Millionen Euro Aktienwert nach Hause gegangen sind, ist viel größer, als Sie denken. Sie brauchen aber definitiv die richtige Einschätzung und den langen Mut! Zusammenfassend also eine ganz besondere Kiste, denn wenn die Firma nichts taugt, dann taugt auch die Option nichts!

Thema Vermögenschutz / Asset Protection: Können hier Stiftungen helfen?

Bitte machen Sie sich nicht verrückt, denn mit Österreich, der Schweiz und Deutschland leben wir in einem deutschsprachigen Raum. Schaut man auf den Globus, dann sollte man in Relation sehen, dass die Menschen beispielsweise in Wien, in Genf oder in München mit Einfamilienhäusern, ordentlichen Aktiendepots und ein paar Mietwohnungen nicht übermorgen enteignungsgefährdet sein können. Das wäre dann der Fall, wenn der Kommunismus einziehen würde, und dann nützen pfiffige juristische Kniffe (z.B. Stiftungen) auch nichts mehr. Dann nützt es nur etwas, wenn Sie mit all Ihrem Vermögen hier die Zelte abbrechen und sich absetzen. Zu glauben, dass man einfach in seinem Heimatland wohnen bleibt, weil man mit Juristen, Anwälten, Wirtschaftsprüfern oder Steuerberatern irgendwelche Konstrukte auf dem Papier erstellt hat, ist ein Irrglaube. Merken Sie sich Folgendes: „Niemand bricht Verträge - außer der Staat.“ Der Staat kann alles über Nacht ändern, dann nützt Ihnen ihr gebildetes Konstrukt nichts mehr. Dies ist ein Thema, welches jeder Einzelne natürlich beliebig weiter vertiefen kann, was dann allerdings einer hochprofessionellen und hochindividuellen Beratung bedarf. Dies kann man nicht zwischen Tür und Angel und auch nicht als Amateur regeln! Daher rate ich Ihnen dringend von Lösungen „von der Stange“ ab, denn meistens ist es nichts anderes als eine Beschäftigungstherapie.

Was für eine jährliche Rendite haben Sie langfristig als Ziel?

Die meisten Menschen träumen von gewaltigen Zuwächsen. Doch das Wichtigste ist es, dass dicke Rückschläge - wie beispielsweise -50 % vermieden- werden. Dies zu vermeiden ist so viel wichtiger als 50% irgendwo zu verdienen und später wieder zu verlieren. Beachten Sie, dass wenn Sie 50% auf ein Investment einbüßen, Sie 100% verdienen müssen, um wieder auf +/- 0 zu kommen. Wenn Sie verstanden haben, warum ein Verlust so viel schlimmer ist als ein moderater Gewinn, dann haben Sie schon fast den Jackpot getroffen, denn diese Langfriststrategie ist das A & O. Wenn Sie permanent Gewinne einfahren, dann wird je nachdem wo Sie leben, eine Kapitalertragssteuer, Kapitalgewinnsteuer oder eine Quellensteuer zwischen 25% bis 30% anfallen. Das heißt, Sie treten das nächste Investment immer reduziert an. Sie fahren einen Gewinn ein, erhalten Ihr Kapital zurück, aber von diesem Gewinn sind 25% bis-30% weg. So starten Sie jedes Mal mit weniger Kapital, als wenn Sie das Kapital in Ruhe lassen würden, denn dann gibt es diese Abzüge nicht. Deswegen lohnt es sich so sehr, über eine Langfriststrategie nachzudenken. Die wenigsten Menschen wollen sich die Mühe machen, so lange nachzudenken, um dann wirklich sagen zu können: „Jawohl auf dieser langfristigen Überlegung kann ich bauen, und ich gebe dieser Strategie die Ruhe, welche sie benötigt, denn sie führt mich ins Land der Länder.“ Wenn Sie diese Überzeugung nicht haben, wird alles Makulatur sein! Schließlich kommen Sie frustriert zu dem Ergebnis, dass die Börse nichts für Sie sei. Merken Sie sich: „Wer Jahr für Jahr im Durchschnitt zwischen 3% bis 6% erwirtschaftet und das ein Leben lang, der stirbt als sehr, sehr reiche Person, sofern Sie thesaurieren und reinvestieren.“

Sie sind mittwochs abends um 18 Uhr auf Clubhouse, wieso sind Sie nicht auch auf Telegram VoiceChat?

Ich bin von Hauptberuf jeden Tag Fulltime-Investor, und kein Berufs-Youtuber, Verkäufer von Börsenbriefen oder Gold! Ich teile meine Lebensweisheiten mit Ihnen hier über Youtube. Aus zeitlichen Gründen muss ich mich stark beschränken, was jedoch keine Wertung der Plattformen darstellen soll. Ich muss mich um die Geldvermehrung der Anleger kümmern, daher habe ich mich lediglich für Youtube und Clubhouse entschieden.

Was können Sie uns zum Thema Kryptowährungen erzählen?

Das ist ein sehr schweres Thema, da ich mich nur mit Anlagemöglichkeiten beschäftige, bei denen ich sehr, sehr große Anlegebeiträge investieren kann. Meine Zeit ist zu kostbar, als dass ich mich mit einer Investmentmöglichkeit beschäftige, in die ich lediglich 5.000,00 Euro oder 10.000,00 Euro investieren kann. Der Bereich der Kryptowährung ist irreführend, da aus meiner Sicht keine Währungen vorliegen, sondern interessante spekulative Möglichkeiten. Währung an sich dienen dazu als Zahlungsmittel aufzutreten. Im Moment sind Kryptowährungen jedoch so volatil, dass man sehr viel Geld verdienen, aber genauso gut auch verlieren kann. Ich bin noch nicht auf den Stein der Weisen gestoßen, um sagen zu können: „Da investieren wir langfristig 10.000.000,00 oder 20.000.000,00 Millionen Euro.“ Für jemanden, der spekulativ gewisse Beträge auf der hohen Kante hat, spricht nichts dagegen, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Er wird dann sehen, ob er ein gutes Händchen beweist oder halt eben nicht.

Der Investor hat sehr viel Geld auf dem Giro-Konto, allerdings empfindet er die aktuellen Kurse als sehr hoch. Ist es besser abzuwarten, trotz Negativzinsen und später 40% bis 50% billiger einzusteigen?

Machen Sie sich ein langfristiges Bild von der Firma, in die Sie investieren möchten oder von den Fonds an der Börse. Versuchen Sie allerdings nicht, ein Meister im Timing zu sein. Nichts ist schwieriger als eine Prognose zu bilden, wie die Kurse demnächst sein werden. Wir können nur eine Prognose stellen, wie sich die Firma wohl entwickeln wird, doch zwischendrin werden die Kurse schwanken. Der Trick ist der, dass man nach Möglichkeit nie alles an einem Tag kauft. Erarbeiten Sie sich über einen längeren Zeitablauf einen Durchschnittspreis. Bleiben Sie dran und kaufen Sie zu höheren Kursen, aber auch zu moderateren Preisen. Ziel ist es, einen möglichst schönen Anteil an dem Fonds oder der Aktiengesellschaft zu besitzen. Als Amateur zu glauben, dass man einschätzen kann, dass aktuell alles zu teuer und in Zukunft alles billiger wird, ist ein Trugschluss. Betrachten Sie alles immer in Relation! Wo liegen die Preise von Firmen, die nicht an der Börse sind? Wo befinden sich die Preise außerhalb der liquiden Investments? Einzuschätzen, wann etwas zu teuer ist, ist ein ganz schwieriges Feld, denn es ist immer in Relation zum Papiergeld, welches nicht statisch, sondern aufgebläht oder systematisch vorliegt, zu betrachten. Das bedeutet, dass Sachen, die teuer aussehen, nicht teuer sind, sondern Ihre Kaufkraft erhalten! Verlierer ist der nominale, nicht sich verändernde Papiergeldbetrag!

Welche Aktien halten Sie privat?

Das beantworte ich natürlich nicht. Jedoch rate ich Ihnen, sich mit unseren beiden Fonds, dem ME Fonds – Special Values B und dem ME-Fonds – Pergamon zu beschäftigen. Herr Kolbe schickt Ihnen gerne Informationsmaterial hierzu zu, sodass Sie erfahren, mit welchen Aktien wir langfristig arbeiten und wo wir die Zukunft sehen.

Wie stehen Sie zum Verkauf von Put-Optionen?

Dies hat mit dem Kauf von Optionen an einer Börse und nicht mit dem Kauf von Aktien oder Fonds zu tun. Genauer gesagt heißt das, dass Sie Rechte einkaufen, Aktien zu gewissen Bedingungen zu kaufen, zu verkaufen, kaufen zu müssen oder verkaufen zu dürfen. Das nennt man Call-Optionen und Put-Optionen. Optionsgeschäfte sind eine Welt für sich, da sie eine Dimension mehr als Aktien, nämlich die Zeitkomponente enthalten. Nehmen wir zur Veranschaulichung beispielsweise die Apple-Aktien. Diese können Sie kaufen und solange halten, wie Apple nicht pleitegeht. Die Aktie können Sie vererben und vielleicht besitzt Ihre Familie noch in 30 Jahren eine Apple-Aktie, während eine Option immer zeitlich begrenzt ist. Wenn Sie an eine gute Zukunft von Apple glauben, können Sie Geld dafür zahlen, dass Sie das Recht bekommen, eine Apple-Aktie zu einem festen Preis bis zu einem festgesetzten Datum immer kaufen zu dürfen. Wenn in dieser Zeit die Apple-Aktie steigt, verdienen Sie natürlich sehr viel mehr, als wenn Sie die teure Gesamtaktie kaufen, denn Sie haben ja nur ein Recht erworben, das ist günstiger. Sollte aber Ihre Überlegung nicht eintreten und in dieser Zeit die Aktie nicht steigen, dann verfällt diese Option und Sie haben 100 Prozent oder einen großen Teil verloren. Bei einer Call-Option zahlen Sie Geld und können dafür jederzeit zu einem festgelegten Preis Aktien kaufen. Ihr Gegenspieler muss hierzu lediglich die Aktie in seinem Depot besitzen. Angenommen, er hat die Apple-Aktie im Depot und der Kurs bewegt sich nicht, dann behält er diese Prämie und ist um die Prämie reicher, obwohl er nichts hierfür tun musste. Entscheidend ist hier immer die Gesamtmarkteinschätzung. Und das ist etwas, dass fast alle Investoren falsch machen. Hier gilt wieder mein altes Motto: „Denken Sie, bis es wehtut.“ Sie müssen bei Börseninvestments immer nur über eine Frage entscheiden, wenn Sie denn gute Firmen oder Fonds ausgewählt haben: Befinden wir uns in einem Aufwärtstrend, einem Abwärtstrend oder im Seitwärtstrend? Es lohnt sich, über diese Frage monatelang nachzudenken! Wenn sie diese Frage richtig beantwortet haben, dann haben Sie alles richtig beantwortet. Wenn wir uns in einem mehrjährigen Aufwärtstrend befinden, dann gibt es keinen Grund, eine Prämie einzunehmen, dafür, dass man eine Aktie günstig abgibt. Denn auf Dauer wird die Aktie viel wertvoller. Das heißt, dass diese Strategie nur dann gut ist, wenn wir uns in einem Seitwärtstrend befinden. Es nützt Ihnen nichts, wenn die Aktien in den Keller gehen, Sie zwar eine Prämie verdienen, die Aktien jedoch weiter an Wert verlieren, denn die Prämien lindern nur ein minimal den Wertverlust. Das Geschäft mit Optionen könne Sie nur dann gut machen, wenn Sie diese Grundfrage beantworten können! Doch wer auf diese Frage eine Antwort hat, der macht auf Dauer wirklich eine Vermögensvermehrung.

Diese Fragen haben mir Spaß gemacht, vielen Dank, dass Sie mir diese geschickt haben.

Vielen Dank und bis bald!

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