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Gold und Inflation

Gold und Inflation

Ist Gold ein gutes Mittel für den Inflationsschutz?

In der gegenwärtigen Situation einer drastischen Ausweitung der Staatsverschuldung und einer hemmungslosen Ausweitung der Geldmengen durch die Zentralbanken flüchten die Anleger in die Sachwerte Immobilien, Aktien und Edelmetalle. Damit soll der Geldwertverlust ausgeglichen werden, sodass immer wieder neue Höchstkurse in den einzelnen Bereichen markiert werden. Gleichzeitig steigt neben der offiziellen Inflationsrate vor allem die gefühlte Inflation, die sich im Geldbeutel eines Jeden widerspiegelt. Ist daher Gold ein gutes Mittel für den Inflationsschutz?

Goldbarren

Bereits seit dem Schwarzen Freitag 1987 nutzen die Zentralbanken die Möglichkeit der Liquiditätsausweitung, um bei Krisen die Finanzmärkte mit Geld zu versorgen und einen Absturz der Aktienmärkte zu mildern. Hiervon profitiert haben die Sachwerte – allen voran die Aktien wie auch die Immobilien. Mit fortlaufenden Ausnahmesituationen wie der Asienkrise, Neuer-Markt-Krise, Finanzkrise, Euro-Krise und nun der Corona-Krise wurden die Kapitalmärkte zu niedrigsten oder gar negativen Zinsen mit Geld geflutet. Einher beschleunigend zeigt sich dabei die Staatsverschuldung der westlichen Industrieländer. In der Folge der Notenbankaktivitäten zogen nun aber auch messbar die Inflationsraten sprunghaft an. Im Juni verzeichneten die Verbraucherpreise in den USA einen deutlichen Anstieg und ließen die Kaufkraft der Sparer wegschmelzen. In Europa ziehen die Preise für Häuser, Wohnungen, Mieten und Energie wieder steil an und machen den Verfall der Währungen spürbar.

Gold und Sachwerte als Inflationsschutz

Seit der Lösung vom Gold-Devisenstandard des Bretton-Woods-Systems (in dem der US-Dollar an den Goldpreis gebunden war) im März 1968 sind die wichtigsten Währungen der Welt ohne Deckung und verfallen parallel zur Geldschöpfung im Wert. Im Gegenzug stieg der Goldpreis seit der Lösung vom Dollar von 35 auf über 2.000 Dollar pro Feinunze an und hat sich somit im Wert mehr als verfünfzigfacht. Gold kann damit den Kaufkraftverlust der Währungen, der sich in der Inflation zeigt, langfristig ausgleichen, wobei immer wieder Phasen der Unterbewertung oder der Überbewertung zu beobachten sind. Auf dem Kursniveau von 1.800 Dollar pro Feinunze ist der Goldpreis im langfristigen Vergleich wohl fair bewertet. Mit der aktuell extrem expansiven Geldpolitik der Zentralbanken und der Finanzierung der Haushalte durch die Zentralbanken erscheint mittlerweile allerdings ein Preisniveau von 2.300 bis 2.500 Dollar pro Feinunze gerechtfertigt zu sein.

Das Jahr 2021 liefert im Sommer für die Anleger von Sachwerten einen weiteren Freudentaumel an Kursgewinnen. Während die Leitindizes der Aktienmärkte deutlich zulegen können und einige Corona-Profiteure wie Pharma-Unternehmen mit Kurssprüngen reagieren, zeigen sich die Edelmetalle von ihrer beständigen Seite. Der Goldpreis sollte von den vorgenannten Trends eigentlich profitieren, bleibt aber derzeit hinter den Höchstständen des Vorjahres zurück. Silber, das vor allem auch ein Industriemetall ist, konsolidiert und Platin und Palladium, die z.B. als Katalysatoren in der Automobilbranche verwendet werden, springen wieder an. Insgesamt neigen die Metalle weniger zu einer Übertreibung, da wohl Einiges an spekulativem Geld in Bitcoin & Co. allokiert wird und gerade darum die Edelmetalle noch nicht heiß gelaufen sind.

Ein Paniksignal, das durch den wachsenden Verlust in das Vertrauen der Fiat-Währungen (Buchgeld) führt, war in den letzten Jahren nur kurzzeitig zu sehen. Während es hin und wieder zu Engpässen und z.B. Warteschlangen bei Goldhändlern kommt, scheinen die Edelmetalle derzeit von den Anlegern wieder vergessen zu werden. Das Resultat hiervon sind eher langsam ansteigende Kursverläufe.

Stabile Nachfrage und begrenztes Angebot

Insgesamt scheinen auch die Edelmetalle von der breiten Medienlandschaft und auch der Politik nicht sonderlich beliebt zu sein. So drängte der damalige US-Vizepräsident Al Gore 1999 auf Goldverkäufe, um den Schutz der tropischen Wälder zu finanzieren. Vom Davoser Weltwirtschaftsforum wurde verkündet, dass Gold künftig noch an Bedeutung verlieren wird und der damalige Fed-Chef Alan Greenspan verkündete, dass die Zentralbanken bereitstehen, weiteres Gold bei einem besorgniserregenden Preisanstieg zu verleihen. Derselbe Alan Greenspan hat sich übrigens vor und nach Ende seiner Zentralbanktätigkeit aber auch öffentlich als Gold-Fan bekannt.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Goldpreisentwicklung haben generell die Zentralbanken. Vor allem Verkäufe in den 1990er Jahren drückten den Goldpreis. Allein im Jahr 1992 kündigten mit Belgien, Kanada und den Niederlanden drei Zentralbanken Goldverkäufe an, die 1993 fortgesetzt wurden. Am Ende dieser Periode standen die massiven Goldverkäufe der Bank of England. Umgekehrt befeuern gerade die Zentralbanken der aufstrebenden Regionen wie China oder Russland seit Jahren die Kurse, indem diese die Bestände an Goldbarren sukzessive erhöhen.

Die physischen (greifbaren) Märkte aller Edelmetalle zeigen prinzipiell ein konsequentes Bild: Während die großen Produzenten es in den Vorjahren versäumt haben, im großen Umfang in kostenintensive Explorationsmaßnahmen zum Auffinden neuer Erzkörper zu investieren, rächt sich dies seit geraumer Zeit, da immer weniger neue reine Minen für Edelmetalle an den Start gehen.

Der bekannte Schweinezyklus der Exploration (Finden) und Produktion (Abbau) dürfte damit bei einigen Metallen mittelfristig zu Produktionsengpässen und höheren Kursen führen. Die insgesamt weiter steigende Industrienachfrage in den Anwendungssegmenten verbunden mit der steigenden Investmentnachfrage – sei es mittels Barren und Münzen, Einlagerungen oder ETFs/ETCs – dürfte damit den Kursverlauf unterstützen.

So kann man bei den Edelmetallen die Trends der Wirtschaft und Finanzmärkte gut erkennen. Während bei Silber beispielsweise der Niedergang der alten Foto-Industrie für einen gravierenden Rückgang der Nachfrage sorgte, gleichen dies neue Anwendungen wie die Photovoltaik aus. Insgesamt haben aber vor allem die ETFs und ETCs für einen regelrechten Boom der Nachfrage gesorgt, indem die Metalle depotfähig wurden. Auch bringen weitere junge Industriesegmente wie die e-Mobilität eine steigende Nachfrage. Edelmetalle werden in verschiedensten Branchen genutzt, wenngleich oftmals in sehr kleinen Mengen, was aber angesichts hoher Produktionsraten dann in einer tonnenschweren Nachfrage mündet.

Analysen als Mehrwert

Herausfordernd bleibt das Management von Edelmetall-Minenfonds, da man einerseits die Makro-Themen wie die Metallpreise und Währungen im Auge behalten muss, sich aber letztlich mit den Minengesellschaften selbst beschäftigt. Dies ist umso spannender, da gerade in einem kleineren Aktiensegment wie den Edelmetallminen ein eher defragmentierter Markt vorherrscht, in dem man mit Analysen und einem Investmentansatz, der sich von ETFs deutlich unterscheidet, langfristig einen Mehrwert für den Anleger erwirtschaften kann.

Hierzu ist das detaillierte und nachhaltige Studieren von Quartalsberichten und Unternehmensmeldungen der beobachteten Werte entscheidend. Zum Stichwort ESG vermieden wir es übrigens seit vielen Jahren weitestgehend, globale Flüge wegen Unternehmensbesuchen zu absolvieren und hatten bereits in der Vergangenheit versucht, Firmen mit einem vorbildlichen Management stärker in den Fonds zu gewichten und Gesellschaften mit schlechten Nachrichten zu ESG-Themen zu meiden.

Zusammengefasst dürfte die Jahrhunderte alte Tradition der Edelmetallanlage den Minenbetreibern angesichts der Sachwertethematik zuspielen und die Asset Klasse noch mehr in den Fokus der Anleger geraten.

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