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Wie KI die Medizin und die Märkte erobert

Wie KI die Medizin und die Märkte erobert

Künstliche Intelligenz (KI) auf dem Smartphone ist Alltag, ob als Suchmaschine oder Navi. Besonders stark wächst ihre Anwendung derzeit im Bereich Gesundheit und Medizin. Das kann die Medizin verbessern, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Hendrik Lofruthe, Portfolio Manager Healthcare der apoAsset, zeigt Beispiele und Trends aus der Sicht von Investoren.  

Wie KI die Medizin und die Märkte erobert

Der globale Gesundheitsmarkt ist mit rund 10 Billionen US-Dollar extrem groß, wächst langfristig überdurchschnittlich stark und unabhängig von den üblichen Konjunkturzyklen. Das macht ihn für Unternehmen und Anleger besonders attraktiv. Das Gesundheitswesen drängt sich für die Anwendung von KI förmlich auf, da der Markt sehr komplex ist, viele Teilnehmer und Interessensgruppen umfasst und jede Menge Daten entstehen. Dadurch entsteht eine große Hebelwirkung.

 

Auf dem Weg zum Multi-Milliarden-Markt
Der Investitionsbedarf bei KI in der Medizin ist hoch und erfordert einen langen Atem, wobei die Erfahrungen zu den Erfolgswahrscheinlichkeiten noch begrenzt sind – anders als etwa bei der Medikamentenentwicklung. Doch das reale Geschäft mit KI in der Medizin ist bereits jetzt rasant gewachsen und dürfte weiter boomen. Verschiedene Prognosen rechnen in den kommenden fünf Jahren mit durchschnittlich etwa 45% mehr Umsatz pro Jahr. Das Segment ist damit auf dem Weg zu einem Multi-Milliarden-Markt, von dem auch Anleger profitieren können.

Wie vielfältig Gesundheits-Unternehmen in KI investieren
Die Vielfalt der Gesundheits-Unternehmen, die in KI investieren, ist extrem groß. Sie nutzen KI etwa bei bionischen Knie-Prothesen, die sich an die Gangart ihrer Träger anpassen, oder zur deutlich schnelleren Diagnose von Schlaganfällen oder Herzinfarkten, bei denen jede Minute zählt. Insgesamt sind es vier Gesundheitsbereiche, die sich für KI besonders eignen. Neben der Forschung und Entwicklung gehören dazu das Risikomanagement (Beispiel Fehleranalyse), die Produktion (Beispiel Logistik) und die Verbesserung von Abläufen. Was sehr technisch klingt, kann Ärzten und Patienten in der Praxis künftig spürbar helfen.

USA und Asien dominieren
Führend bei KI in der Medizin sind überwiegend Unternehmen in den USA und Asien, da sie dort ein besseres Finanzierungsumfeld und eine andere Regulatorik vorfinden. Daher gibt es dort auch mehr Anlagemöglichkeiten.  

Ein häufig zitiertes Beispiel ist Google mit seiner KI-Tochter DeepMind und dem Quantum AI Lab. Der Digital-Konzern kooperiert mit Pharma-Herstellern, um die Entwicklung von Medikamenten mit Quanten-Computern zu beschleunigen. KI im Gesundheitsbereich ist aber viel mehr als Google. Es etablieren sich immer wieder neue Unternehmen mit ganz eigener Expertise am Markt. Dazu gehören zum Beispiel zwei Unternehmen aus Großbritannien und Japan, die derzeit gemeinsam ein Medikament gegen Zwangsstörungen entwickeln. Mit Hilfe von KI haben sie nach nur einem Jahr einen potenziellen Wirkstoff gefunden, der nun in klinischen Studien geprüft wird. Auf konventionellem Weg würde eine solche Wirkstoffsuche mehrere Jahre dauern.

Kriterien für die Aktienauswahl
Aus Investorensicht gibt es neben dem Innovationsgrad und dem Entwicklungsstand weitere wichtige Kriterien. Dazu gehören das Geschäftsmodell, die Qualität des Managements und der Finanzierungsstand des Unternehmens. Hinzu kommt die Bewertung, also das Verhältnis zwischen dem Börsenkurs und dem realen Gewinn. Denn der schönste Algorithmus bringt nichts, wenn ein Unternehmen und seine Anleger damit kein Geld verdienen.

Fondsmanager-Interview zu KI in der Medizin

Rückblick 4. Expertenzirkel der apoAsset zu KI

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